Europa

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Jugendproteste gegen desaströse Klimapolitik der Regierungen

Gestern in Brüssel, heute in zahlreichen deutschen Städten: Schülerinnen und Schüler tragen ihren entschlossenen Protest gegen die zerstörerische Umweltpolitik der deutschen und anderer europäischen Regierungen auf die Straße. Vielfach boykottieren sie dafür den Unterricht.

Korrespondenzen / gis
Jugendproteste gegen desaströse Klimapolitik der Regierungen
Schülerprotest am heutigen Freitag in Nürnberg (rf-foto)

Über 12.500 Schüler demonstrierten am Donnerstag in Brüssel für  eine andere Klimapolitik und zogen vor das EU-Parlament. “Schulschwänzer? Nein wir kämpfen für unsere Zukunft!“ Es war der zweite Protest in Folge, eine Fortsetzung ist für nächste Woche angekündigt. Die Schülerinnen und Schüler sehen sich als Bestandteil der weltweiten Schülerprotest-Bewegung gegen die herrschende Klimapolitik (Rote Fahne News berichtete).

200 in Nürnberg auf der Straße

Eine Korrespondentin aus Nürnberg berichtet heute an Rote Fahne News: "Ca. 200 Schülerinnen und Schüler trafen sich am Nürnberger Hauptmarkt und zogen dann mit ihren Schildern vors Rathaus: „There is no Planet B", "Stoppt Kohleabbau - Energie aus Wind und Sonne“. Am Mikrophon sprachen Schülerinnen und Schüler über ihre Angst vor der Zukunft. Sie wollen sich dafür einsetzen, dass ihre Kinder in einer intakten Umwelt aufwachsen dürfen, deshalb sind sie heute auf der Straße. Kritik kommt an den völlig unzureichenden Klimaschutzmaßnahmen der Regierung und auch der letzten UN-Umweltkonferenz in Katowice. Sie wollen ein Zeichen setzen, andere aufrütteln, sich für den Erhalt der Umwelt stark zu machen. Dass die Rechtsentwicklung der Regierung sich überall zeigt, bei der Flüchtlingsfrage wie auch bei der Umweltfrage, wurde bestätigt. Ob solche Schülerboykottaktionen jeden Freitag weitergehen, konnte mir noch keiner sagen, doch der Widerstand schon. Einige wollen das Volksbegehren gegen das Bienensterben, das am 31. Januar beginnt, bekannt machen und unterstützen."

Saarbrücken im Zeichen der Jugend

Aus Saarbrücken berichtet eine Rote Fahne News-Korrespondentin: "Saarbrücken steht heute im Zeichen der Jugend, die für ihre Zukunft eintritt - das ist der Eindruck gleich zu Beginn der Demo hier. Ich habe die Leute drauf angesprochen, dass ich beim revolutionären Flügel der Umweltbewegung bin und sie eingeladen, das REBELL-Kärtchen auszufüllen, falls sie sich dafür interessieren. Hat funktioniert ...".