Bangladesch

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Textilstreik in Konfrontation mit der Polizei ausgeweitet

Streikende Textilarbeiterinnen demonstrieren seit einiger Zeit in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch.

Von ffz

Die Arbeiterinnen gehören zu den am schlechtesten bezahlten der Welt, aber ihr Mut und ihre Kampfkraft sind weit über die Grenzen Bangladeschs hinaus berühmt. So kämpfen sie trotz schwerer Repression durch die Polizei, die sie immer wieder brutal angreift, weiter für bessere Bezahlung.

 

So vor fünf Jahren: Im November 2013, kam es zu Massenstreiks gegen Hungerlöhne in der Textilindustrie und für die Erhöhung des Mindestlohns. Mehrere Hundert Betriebe standen still; Zehntausende Arbeiterinnen und Arbeiter blockierten Hauptverkehrsstraßen. Trotz massivem Einsatz von Wasserwerfern und Gummigeschossen und faschistisch-fundamentalistischem Terror setzten die Arbeiterinnen und Arbeiter eine Erhöhung des Mindestlohns durch.

 

Aktuell haben sie unter anderem mit Blockaden von Straßen gefordert, dass eine bereits 2018 beschlossene Lohnerhöhung der Textilarbeiterinnen und -arbeiter auch umgesetzt werde. Sie haben dabei aber keine Illusionen in die Regierung, sondern wissen, dass sie diese Ziele nur im harten Kampf erreichen können.

 

So wurde ein völlig unzureichendes Angebot der Regierung, die den Mindestlohn minimal erhöhen will, nur von zwei Gewerkschaften angenommen. Die anderen wollen weiter kämpfen. Zeitweise waren bis zu 50 Fabriken wegen der streikenden Arbeiterinnen und Arbeiter geschlossen. Dieser Kampf fordert die volle Solidarität der internationalen Arbeiterklasse.

 

Mehr dazu gibt es auf der Website der Textilarbeiterinnen und -arbeiter-Gewerkschaft National Garment Workers Federation, an die auch Solidaritätsadressen geschickt werden können!