Stahltarifrunde

Stahltarifrunde

Offensiv und selbstbewusst für unsere Forderungen

Am 10. Januar fand die erste Verhandlungsrunde in der Stahltarifrunde statt.

Korrespondenz aus Duisburg

Die IG Metall fordert 6 Prozent mehr Lohn und Gehalt auf zwölf Monate und ein Urlaubsgeld in Höhe von 1.800 Euro, das auch in freie Tage umgewandelt werden kann. Außerdem fordert sie eine überdurchschnittliche Erhöhung der Ausbildungsvergütung und 600 Euro Urlaubsgeld für Azubis, zudem die Verlängerung der Tarifverträge zur Altersteilzeit, Beschäftigungssicherung und zu Werkverträgen.

Mehrheit will den 24-Stunden-Streik, sofort!

Dies lehnte Andreas J. Goss, Vertreter des Stahlunternehmerverbands, angesichts des Produktionsrückgangs in der Stahlindustrie als „unrealistisch“ ab. Das zeigt: es wird eine harte Auseinandersetzung. Doch die Stahlarbeiter sind bereit, für ihre Interessen zu kämpfen und die Mehrheit will den 24-Stunden-Streik, sofort!

 

100 Jahre nach dem durch die Novemberrevolution erkämpften Achtstundentag steht neben der geforderten Lohnerhöhung angesichts der Preissteigerungen auch die Frage der Arbeitszeit wieder im Mittelpunkt. Viele Kollegen sprachen sich für eine Forderung nach Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich aus.

Breite Stimmung für Arbeitszeitverkürzung

Bei thyssenkrupp Steel lehnte die große Mehrheit die im Haustarifvertrag vereinbarte Rückkehr von der 31- zur 33-Stunden-Woche im Oktober 2018 ab. Trotz der Lohneinbußen, wollen sie nicht wieder zurück zur 35-Stunden-Woche. Zum einen weil die Ausbeutung und der Arbeitsdruck so gestiegen sind, zum anderen weil damit bis zu 1.500 geschaffene Arbeitsplätze wieder vernichtet werden. Zum dafür notwendigen entschiedenen Kampf ist es aber bis jetzt nicht gekommen.

 

Die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich als gemeinsame Forderung der Stahlarbeiter wäre jetzt genau richtig. Sie richtet sich offensiv gegen die Pläne der Stahlkonzerne zur Vernichtung Tausender Arbeitsplätze und schließt die Stahlarbeiter zusammen.

 

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