Reaktionäre Flüchtlingspolitik

Wieder zwei furchtbare Schiffsunglücke im Mittelmeer

Wieder sind zwei "Schiffe" - man kann die mickrigen Schlauchboote der Flüchtlinge kaum so bezeichnen - im Mittelmeer gekentert und gesunken. Mehr als 170 Menschen kamen ums Leben. Ein Boot mit 53 Menschen ging zwischen Marokko und Spanien unter. Ein weiteres mit 120 Migranten aus Afrika sank 50 Seemeilen entfernt von der libyschen Küste. Nur drei Passagiere konnten lebend geborgen werden. Die deutsche Hilfsorganisation Sea Watch erfuhr über einen Funkaustausch zwischen italienischer Marine und der Koordinationsstelle in Rom von der Tragödie: Libyens Küstenwache sei zuständig und kümmere sich um die Rettung. Die Libyer schickten ein Schnellboot, das aber nie am Unfallort ankam.