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Laschet besucht Auschwitz - für engagierte Jugendliche kein Geld?

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet besuchte anlässlich des Holocaust-Gedenktages zusammen mit 24 Studenten die KZ-Gedenkstätte in Auschwitz.

Korrespondenz
Laschet besucht Auschwitz - für engagierte Jugendliche kein Geld?
Die Unterstützerinnen und Unterstützer des Ché demonstrieren vor der Bezirksvertretung West (Foto: RF)

Gestern vor 74 Jahren, am 27. Januar 1945, befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz in Polen. Sie beendete damit das barbarische Verbrechen des Hitlerfaschismus in dieser „Todesfabrik“. Im Rahmen des Holocaust wurden dort über 1,1 Millionen Menschen ermordet.

 

Viele Menschen in Deutschland, vor allem Jugendliche, beteiligen sich heute an antifaschistischen Aktivitäten. Die übergroße Mehrheit der Bevölkerung ist sich einig, dass nie wieder eine faschistische Diktatur errichtet werden darf. Bei seinem Besuch in Auschwitz sagte Laschet unter anderem: „Der Besuch von Gedenkstätten sollte in der Schule zur Regel werden“ (Rheinische Post vom 28.1.19). 

Warum werden Zuschüsse verweigert?

Dem können wir nur zustimmen. Aber warum werden dann ausgerechnet Zuschüsse für eine antifaschistische Busfahrt zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald des Jugendzentrums Che in Gelsenkirchen von der dortigen Bezirksvertretung West verweigert? Die Zuschüsse wurden dafür beantragt, damit alle Jugendlichen mitfahren können. Ganz offensichtlich geht es den Herrschenden und der NRW-Regierung darum nicht, sondern nur um ein Feigenblatt gegenüber den zunehmenden antifaschistischen Protesten.

Scheinheiliger bürgerlicher "Antifaschismus"

Wie anders ist zu erklären, dass Ministerpräsident Laschet einerseits nach Auschwitz fährt, seine Regierung aber gleichzeitig die Rechtsentwicklung unter anderem mit dem neuen Polizeigesetz massiv vorantreibt, das auch gegen antifaschistische Demonstranten angewendet wird? Tatsächlich war und bleibt der Faschismus als Herrschaftsform des Imperialismus das letzte Mittel, wenn seine Existenz bedroht ist.

 

Wer die gesellschaftlichen Ursachen des Faschismus und faschistischer Kräfte überwinden will, der muss auch konsequent den Kapitalismus bekämpfen und organisiert für eine gesellschaftsverändernde Alternative, den echten Sozialismus, eintreten.