Pressekonferenz Kumpel für AUF

Pressekonferenz Kumpel für AUF

Deputat für Rentner der Ruhrkohle AG (RAG)

Die Bergarbeiter-Initiative "Kumpel für AUF" führt übermorgen zum brandaktuellen Thema "Deputat für Rentner der Ruhrkohle AG (RAG)“ eine Pressekonferenz durch.

Kumpel für AUF
Deputat für Rentner der Ruhrkohle AG (RAG)

Die RAG sah sich aufgrund der vor dem Landesarbeitsgericht Hamm aufgeflogenen Manipulationen bei den beiden Tabellen zur Einmalzahlung im Tarifvertrag von 2015 gezwungen, den etwa 600 klagenden Kollegen eine Erhöhung dieser Einmalzahlung um 15 Prozent anzubieten. Zum zweiten wurde die ersatzlose Streichung des Deputats für die nach dem 1.7.1982 bei der RAG angelegten Kollegen von dem Gericht für weitgehend rechtswidrig erachtet. Deshalb zahlt die RAG an die etwa 20 klagenden jüngeren Kollegen eine Entschädigung aufs Konto.

 

Aktueller Anlass ist, dass auf das Vergleichsangebot der Anwälte der RAG (das Sie von uns in Kopie erhalten können) Rechtsanwalt Kuhlmann der RAG einen Gegenvergleich mit höheren Forderungen (unter anderem Erhöhung der Einmalzahlungen um 25 Prozent statt um 15 Prozent) vorgeschlagen hat. In dem Schreiben hat er der RAG eine Frist bis zum 25.1.2019 gesetzt.

 

Vertreter von "Kumpel für Auf" und "NV Auf geht’s" erheben zusammen mit zahlreichen Mitgliedern der IGBCE  die Forderung, dass der Tarifvertrag von 2015 für hinfällig erklärt werden muss. Die Tabellen mit der Berechnung der Einmalzahlungen sind das Kernstück dieses Tarifvertrages von 2015. Dieses Kernstück hat sich nun als falsch berechnet erwiesen. Damit ist unseres Erachtens der ganze Tarifvertrag hinfällig.

 

Zum zweiten haben wir aus Kreisen der IGBCE-Führung vernommen, dass die IGBCE nicht fordert, dass alle Kollegen von diesen Prozesserfolgen profitieren. Sie ist damit einverstanden, dass nur den klagenden Kollegen die zusätzlichen Beträge ausgezahlt werden. Und das mit der Begründung, wenn die Beträge an alle ausgezahlt würden „sei die RAG pleite“. Das widerspricht vollkommen dem Gewerkschaftsgedanken.

 

Deshalb fordern wir, dass die vor Gericht erstrittenen zusätzlichen Beträge nicht nur für die klagenden, sondern für alle Kumpel gelten. Es völlig widersinnig, bei den ganzen Abschiedsfeiern den guten Zusammenhalt der Bergleute über alles zu loben und dann unterschiedliche Regelungen für klagende und nicht klagende Bergleute zuzulassen.

 

Mit freundlichem Glück Auf
Christian Link
Michael May

 

Pressekonferenz: Mittwoch, 30. Januar 2019 um 17 Uhr im Boyer Hof, Bottrop-Boy, Am Boyer Markt 4