27. Januar

27. Januar

Antifaschistische Literaturtipps zu zwei bedeutenden Gedenktagen

Gestern war nicht nur internationaler Holocaust-Gedenktag, sondern auch der Gedenktag des Siegs der Leningrader (Sankt Petersburger) Bevölkerung über die 872 Tage währende Blockade durch die faschistische Wehrmacht.

Von usc

Der Holocaust-Gedenktag wird in Teilen der bürgerlichen Medien und sehr viel höher gehängt – während das Ende der Belagerung Leningrads weidlich genutzt wird für unwürdige antikommunistische Attacken. Der heldenhafte Widerstand war jedoch nur möglich, weil das sozialistische Bewusstsein der Massen stärker war als Verzweiflung, Hunger und Tod.

Buchempfehlungen zum Thema im Verlag Neuer Weg

Die Bücher sollten besonders unter der Jugend verbreitet werden. Sie sind auch für den Schulunterricht sehr geeignet. Am besten mal im Unterricht vorschlagen, viele Lehrerinnen und Lehrer freuen sich über solche Anregungen.

„Proletarischer Widerstand gegen Faschismus und Krieg“ von Willi Dickhut

Willi Dickhut, Arbeiter, Kommunist und Widerstandskämpfer, erstellte zwischen 1941 und 1945 umfassendes Material, das insbesondere die faschistische Demagogie und Desinformation der Bevölkerung widerlegte und damit wertvolle Hilfe in der Überzeugungsarbeit für neue Mitstreiter im aktiven Widerstand war. Das Buch enthält Analysen zu allen wichtigen politischen Entwicklungen des Hitlerfaschismus und des II. Weltkriegs. Das Material wurde unter den schwierigsten Bedingungen erstellt und verarbeitet und entfaltete eine große Wirkung. Es überzeugt durch tiefe Verbundenheit und das Engagement des Autors im antifaschistischen Widerstand. Aufgrund der authentischen Quellen und Dokumente ist es gut einsetzbar im Schulunterricht, bei Projekttagen und in der Bildungsarbeit der antifaschistischen Bewegung.
2 Bände, 796 Seiten, Preis: 25,50 €, ISBN: 978-3-88021-156-8

„Die Moorsoldaten“ von Wolfgang Langhoff

In seinem Tatsachenbericht schildert der bekannte Schauspieler und Regisseur Wolfgang Langhoff bereits 1935 über 13 Monate Konzentrationslager und antifaschistischen Widerstand im KZ Börgermoor im Emsland. Das Buch trug maßgeblich dazu bei, die Wahrheit über die Gräuel in den faschistischen Konzentrationslagern zu verbreiten. Vor allem zeigt es die beispielhafte Solidarität der vorwiegend politischen Gefangenen, die selbst unter unmenschlichen Bedingungen ihren antifaschistischen, aktiven Widerstand fortführten. Bleibender Ausdruck davon ist das Lied „Die Moorsoldaten“, dessen Geschichte Langhoff erzählt und das auf der ganzen Welt Verbreitung fand. Das Buch wurde in viele Sprachen übersetzt und ist zu einem der meistgelesenen Zeugnisse des Widerstands geworden. Ein Klassiker der antifaschistischen Weltliteratur. Für Jugendliche ab 12 Jahren.
323 Seiten, Preis: 16,00 € (eBook: 11,99 €), ISBN: 978-3-88021-404-0

„Der Attentäter - Die Hintergründe der Pogromnacht 1938 - die Geschichte von Herschel Grynszpan“ von Lutz van Dijk

Paris, November 1938: Der siebzehnjährige Herschel Grynszpan erfährt, dass seine Familie aus Hannover an die polnische Grenze abgeschoben wurde. Verzweifelt plant er, den deutschen Botschafter aufzusuchen, um - notfalls mit Gewalt - seiner Familie zu helfen. Es kommt es zu einer dramatischen Auseinandersetzung mit einem Toten... Hitler missbraucht diese Verzweiflungstat dazu, zur "Rache für die Mordtat von Paris" aufzurufen: In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 kommt es beinah überall in Deutschland zu einem Pogrom.
240 Seiten, Preis: 14,00 € (eBook: 10,99 €), ISBN: 978-3-88021-527-6