Tassilo Timm Eine kämpferische Umweltbewegung gegen die Monopole als Hauptverursacher der drohenden Umweltkatastrophe muss sich mit den Arbeitern von RWE, VW, Opel usw. … zusammenschließen. Klartext

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Tassilo Timm

Tassilo Timm spricht Klartext

Grenzwert-Debatte: „Alternative Fakten“ im Interesse der Autokonzerne

Es ist schon komisch: Da veröffentlichen 115 Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DPG) – also eine kleine Minderheit (3 Prozent) der 3800 Mitglieder – ein zweiseitiges Papier voller Behauptungen ohne wissenschaftlichen Wert (1). Daraufhin wird eine großangelegte Medienkampagne zur Manipulation der öffentlichen Meinung gestartet. Alle Welt soll denken, die – unter anderem von der WHO (2) – untermauerten begründeten Stickoxid-Grenzwerte seien wissenschaftlich unbegründet. Wenn aber 70 Prozent der Bevölkerung der Meinung sind, die Autoindustrie tue zu wenig für abgasarme Autos (3), wiegeln bürgerliche Politiker solche Meinungen ab. Der Unterschied ist: Hinter der gegenwärtigen Minderheitsdebatte stehen die Autokonzerne.

 

Es ist kein Zufall, dass einer der vier Initiatoren des Aufrufs Thomas Koch ist. Er war zehn Jahre als Entwickler beim Daimler-Konzern tätig. Gegenwärtig arbeitet er als Sachverständiger im Ausschuss „Verkehr und digitale Infrastruktur“ des deutschen Bundestages. Trotzdem sprechen selbst sonst durchaus kritische Medien wie die Süddeutsche von „der Kritik von Lungenärzten“.

 

In Rekordzeit wollen das VW-Ministerium (Entschuldigung, muss natürlich Verkehrsministerium heißen) und Minister Andreas Scheuer (CSU) nun die neuen „Erkenntnisse“ umsetzen. Nur drei Tage später erklärte Scheuer: „Der Aufruf der Lungenärzte muss dazu führen, dass die Umsetzung der Grenzwerte hinterfragt und gegebenenfalls verändert wird“(4).

Eine kämpferische Umweltbewegung gegen die Monopole als Hauptverursacher der drohenden Umweltkatastrophe muss sich mit den Arbeitern von RWE, VW, Opel usw. … zusammenschließen. Tassilo Timm, Landesvorsitzender der MLPD Thüringen und Spitzenkandidat zur Thüringer Landtagswahl

Man denkt da unwillkürlich an die USA, wo Präsident Trump auch öfter von „alternativen Fakten“ spricht und wissenschaftliche Erkenntnisse – zum Beispiel über die Rolle von CO2 in der Atmosphäre – zugunsten der Maximalprofite der US-amerikanischen Ölkonzerne in den Wind bläst. Auch der Bundesverband der Pneumologen (1200 Mitglieder) ist übrigens anderer Meinung als Daimler, Koch & Scheuer. Aber die Stimme der Konzerne zählt offensichtlich mehr als das über 100-seitige Positionspapier der DPG (5). Wissenschaftlich nennen die Marxisten-Leninisten das: allseitige Diktatur der Monopole über die gesamte Gesellschaft.

 

70 000 Menschen demonstrierten letzten Samstag in Brüssel für mehr Klimaschutz. Seit Wochen geht eine wachsende Zahl von Schülerinnen und Schülern freitags dafür auf die Straße. Eine kämpferische Umweltbewegung gegen die Monopole als Hauptverursacher der drohenden Umweltkatastrophe muss sich mit den Arbeitern von RWE, VW, Opel usw. … zusammenschließen. Dann kann sie viel erreichen. Die Erkenntnis muss reifen, dass die Diktatur der Monopole revolutionär überwunden werden muss. Damit ein sozialistisches Gesellschaftssystem, wo dialektisch-materialistische (also tatsächlich wissenschaftliche) Erkenntnisse die Einheit von Mensch und Natur auf eine neue Stufe heben.

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