Reutlingen

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Gemeinsam und solidarisch gegen die AfD

Zum fünften Mal in Folge gestattet die Stadt Reutlingen der AfD, ihren Neujahrsempfang in der guten Stube der Stadt, dem Spitalhof direkt am Marktplatz. Als wir von Tübingen am Hauptbahnhof ankamen, standen schon viele Polizei- Mannschaftswagen bereit.

Korrespondenz
Gemeinsam und solidarisch gegen die AfD
Viele Demonstranten tragen gemeinsam ein großes Schlauchboot der Aktion der Seebrücke-Bewegung (rf-foto)

Natürlich nicht, um die Reutlinger vor der AfD zu schützen, sondern aus Anlass der Gegendemonstration. Auch berittene Polizei war im Einsatz. Der Protest wurde von einem breiten Bündnis aus 18 Organisationen getragen; auch die MLPD arbeitete mit. Dem Motto "Gemeinsam und solidarisch gegen die AfD" folgten 400 bis 500 Menschen aller Generationen und aus einem breiten politischen Spektrum, etliche mehr als 2018. Eindrucksvoll hatte die „Seebrücke“ eines ihrer großen Schlauchboote mitgebracht, das von ganz vielen Leuten bei der Demo getragen wurde.

 

AfD-Rechtsaußen Dubravko Mandic - 2017 Bundestagskandidat in Tübingen - versuchte, entgegen der Polizeianweisung provokativ von vorne zum Versammlungsort zu gelangen. Das führte zu wütendem Protest. Diese „Empfänge“ dienen nicht nur dazu, die AfD als eine Partei wie jede andere darzustellen, sondern auch der Vernetzung der Rechten in der Region. Ihr reaktionärer und faschistoider Charakter, ihre Zusammenarbeit mit den „Idenditären“ und die Mitarbeit von offenen Nazis wie oben genannter Mandic, ihr Programm, das von Frauenfeindlicheit, Homophobie, Hetze gegen Ausländer trieft sowie ihre Politik für die Konzerne wurden im Aufruf und auf vielen Transparenten und Plakaten ideenreich angegriffen.

 

In den wenigen Reden wurde entlarvt, dass sie eben keine Partei „der kleinen Leute“ ist. Gut war, dass diesmal DGB, IG Metall und ver.di mit von der Partie waren. Das Internationalistische Bündnis sammelte erfolgreich Unterschriften für die Wahlzulassung zur Europawahl.