Alassa Mfouapon

Alassa Mfouapon

Radio Dreyeckland spricht mit Anwalt Frank Stierlin

"Hallo Alassa, ich bin Steffi. ich würde sehr gerne mit dir sprechen und mehr über deine tapfere Flucht erfahren. ich stehe gerade hier in Karlsruhe neben deiner Unterkunft an der Tankstelle Total. bist du da und würdest kurz rauskommen?" So beginnt der Messenger-Kontakt von "Steffi" mit Alassa Mfouapon, dem ehemaligen Sprecher der Geflüchteten in der LEA Ellwangen, der nach dem dortigen Polizeigroßeinsatz abgeschoben wurde, zurückkam. Und von der "Bild"-Zeitung als Krawallmacher verunglimpft wurde.

Von Radio Dreyeckland
Radio Dreyeckland spricht mit Anwalt Frank Stierlin
Alassa Mfouapon zu Gast beim Zelt der Solidarität in Karlsruhe (rf-foto)

"Steffi" entpuppte sich erst im direkten Gespräch mit Alassa Mfouapon als Reporterin der Bild-Zeitung, und aus dem Wissensdurst nach der "tapferen Flucht" wurde ein aus Zitat-Fetzen zusammengestückelter Artikel mit dem Titel "Skandal-Asylbewerber Alassa M. spricht in Bild - So einfach kam ich zurück nach Deutschland".

Anwaltskanzlei hat Beschwerde beim Presserat eingereicht

Der Artikel setzte eine Reihe hetzerischer Artikel der Bild zur Person Alassa Mfouapon fort. Die Anwaltskanzlei Meister & Partner, die Mfouapon vertritt, hat nun Beschwerde beim Deutschen Presserat eingereicht. Ihrer Ansicht nach verstößt das Vorgehen der Bild gegen zwei Richtlinien des Pressekodex.

Interview mit Frank Stierlin

Schon Ende Januar hatte die Kanzlei in der gleichen Angelegenheit vor Gericht einen Erfolg gegen die Bild-Zeitung erzielt: Das Landgericht Hamburg hatte zwei Falschbehauptungen in einem anderen Artikel anerkannt und zumindest eine davon darf Bild nicht mehr verbreiten. Wir haben mit Frank Stierlin von der Kanzlei Meister & Partner gesprochen.

 

Hier kann das Gespräch angehört werden!