Großbritannien

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Honda kündigt Werksschließung an

Der japanische Auto- und Motorradhersteller Honda hat die Schließung seines Automobilwerkes in Swindon, Großbritannien, für 2021 angekündigt.

Korrespondenz aus Dortmund
Honda kündigt Werksschließung an
Das Automobilwerk von Honda im britischen Swindon soll geschlossen werden (foto: krzyszkk CC BY 3.0))

Davon sind 3500 Arbeitsplätze direkt betroffen. Vertreter der Gewerkschaften Unite und TUC kündigten Widerstand der Beschäftigten an. Ein Vertreter erklärte: „Die Auswirkungen einer Schließung auf die Wirtschaft von Wiltshire und in der gesamten britischen Lieferkette können nicht unterschätzt werden - es wäre verheerend. Deshalb wird Unite alle Anstrengungen unternehmen, um dieses katastrophale Ergebnis zu vermeiden. " Swindon ist der einzige Produktionsstandort von Honda in Europa. Drohende Zölle für Waren aus Großbritannien bei einem Brexit spielen sicher eine Rolle. Als entscheidenden Grund aber nennt Honda, eine „Umstrukturierung des globalen Fertigungsnetzwerkes, um sich verstärkt auf Elektroautos zu konzentrieren“.

Europäischer Markt soll künftig von Japan aus versorgt werden

Schwerpunkt sollen künftig vor allem die Märkte in USA, China und Japan sein. Der europäische Markt soll dann von Japan aus versorgt werden. Durch das Freihandelsabkommen zwischen Japan und Europa sind inzwischen die Zölle weggefallen. Nissan hatte vor kurzem mitgeteilt, die nächste Generation seines SUV-Modells X-Trail für den europäischen Markt in Japan statt in England zu bauen.

Zusammenschluss der Automobilarbeiterinnen und Automobilarbeiter steht auf der Tagesordnung

Das bringt die britischen Auto-Monopole weiter unter Druck. 2018 wurden in Großbritannien fast 7 Prozent weniger Autos verkauft. Gegen die Folgen der Strukturkrise durch die Umstellung auf die E-Mobilität und die sich mehrenden Anzeichen einer neuen Weltwirtschaftskrise steht der internationale Zusammenschluss der Automibilarbeiterinnen und Automobilarbeiter auf der Tagesordnung.