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MLPD und Montagsdemo aktiv bei der Aktionswoche

Rund um den 13. Februar organisierte das antifaschistische überparteiliche Bündnis "Dresden nazifrei" eine vielfältige Aktionswoche.

Korrespondenz
MLPD und Montagsdemo aktiv bei der Aktionswoche

Die Stadt wurde an diesem Tag 1945 durch Luftangriffe der US- und britischen Luftwaffe weitgehend zerstört. Tod, menschliches Unglück und Flucht waren die Folgen für viele Jahre. Dieser Angriff war antikommunistisch motiviert. Für die militärische Niederlage des Hitler-Faschismus war er nicht mehr notwendig. Allerdings wurden vom USA- und britischen Imperialismus bereits die Karten für die Nachkriegszeit neu gemischt. Die Rote Armee der Sowjetunion sollte politische und ökonomische Zentren wie Dresden nur als Ruinen übernehmen können und die große Last des Wiederaufbaus tragen müssen.

 

Europäische Faschisten hatten sich Dresden vor Jahren für ihr heuchlerisches "Gedenken" ausgesucht - und erlitten mit antifaschistischen Massenblockaden 2010 und die folgenden Jahre eine empfindliche Niederlage. Der traditionelle Gedenkmarsch "Täterspuren" führte zu Orten und Spuren von Rüstungsindustrie und Zwangsarbeit. Allerdings machte sich der antikommunistische Einfluss des bürgerlichen und kleinbürgerlichen Antifaschismus deutlich bemerkbar: Es ging fast nur um jüdische Opfer, die Arbeiter, vor allem die Kommunisten und ihr Widerstand, wurden kaum erwähnt. Zudem wurde behauptet, in der frühen DDR und allen osteuropäischen Volksdemokratien hätte es in den 1950er Jahren eine neue Welle des Antisemitismus gegeben. Das kann nicht unwidersprochen bleiben. Natürlich hatte die zwölfjährige rassistische Nazi-Propaganda Spuren auch unter den Massen hinterlassen, das Klassenbewusstsein war verschüttet. Dennoch hatte die kommunistische Bewegung eine klare ablehnende Position zum Antisemitismus als rassistische, spalterische Ideologie. Stalin selbst hatte eindeutig Stellung genommen. Leider tragen Aktivisten von Dresden nazifrei durch solche Behauptungen im offiziellen Programm zur Verleumdung des Sozialismus bei. Die MLPD war sichtbarer und diskussionsfreudiger Vertreter des Sozialismus und sammelte die letzten Unterschriften für die Wahlzulassung zur Europawahl.