TWB-Beschäftigte

TWB-Beschäftigte

Die Demonstration war laut, kraftvoll und zornig

Seit vier Wochen gehen die TWB-Kolleginnen und -kollegen jeden Montag auf die Straße, um für ihre Arbeitsplätze zu kämpfen.

Korrespondenz aus Hagen
Die Demonstration war laut, kraftvoll und zornig
Eine mächtige Demo zog durch die Hagener City (rf-foto)

TWB gehöhrt zum Prevent-Konzern, und stellt Sitzschalen für VW her. Nachdem Prevent eine Preiserhöhung bei VW durchgedrückt hatte, hat VW sich andere Zulieferer gesucht und Prevent die Aufträge entzogen. Bei TWB in Hagen haben 300 Kolleginnen und Kollegen ihre Entlassung erhalten. Das wollen sie nicht hinnehmen. (siehe Rote Fahne News) Die Kolleginnen und Kollegen sagen: Wir arbeiten hier seit 20, 30 teilweise 40 Jahren - haben die Firma mit aufgebaut - jetzt sollen wir wie Dreck entsorgt werden. Als Arbeiterinnen und Arbeiter sollen wir keine Rechte haben, aber das Recht steht auf der Seite der Kapitalisten.

200 Kolleginnen und Kollegen waren auf der Straße

An gestrigen 26. Februar waren 200 TWB-Kolleginnen und -kollegen gekommen, bei herrlichstem Wetter! Auch Familien waren mit. Jugendliche aus den Familien hatten mit dem Jugendverband REBELL ein Transparent gemalt. Sie gingen damit vorne weg. Dahinter die Schilder der Kolleginnen und Kollegen. "Wir sind hier, wir sind laut - weil man uns die Zukunft klaut!", und: "Arbeitsplätze statt Hartz IV" hallte es durch die Hagener City.

Viele reihten sich ein

Über den Lautsprecher der Montagsdemo wurde erklärt, worum es bei der Demo geht. Viele klatschten und einige reihten sich ein. Der Vertreter der MLPD machte deutlich, dass es auch um die Zukunft der Jugend in Hagen geht, und dass der Kapitalismus an allen grundlegenden Fragen versagt. Es ist notwendig, den Sozialismus zu erkämpfen. Auf einer Zwischenkundgebung wurde eine Erklärung der TWB-Kolleginnen und -kollegen verlesen, die bei der Auftaktkundgebung einstimmig beschlossen worden war. Ebenfalls einstimmig wurde die Gründung eines Solidaritätskreises beschlossen und einige Kolleginnen und Kollegen gingen nach der Demo mit zum Gründungstreffen des Solidaritätskreises. Den Kolleginnen und Kollegen ist es ein Anliegen, in Kontakt mit anderen Belegschaften zu kommen und Solidarität zu erfahren.