#Fridays for Future

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Jugendbewegung bereitet Aktionstag in 40 Ländern vor

Gestern demonstrierten in Hamburg wieder 10.000 Schülerinnen und Schüler, Studenten und weitere Jugendliche gegen die drohende Klimakatastrophe.

Von gos
Jugendbewegung bereitet Aktionstag in 40 Ländern vor
Gestern in Hamburg (rf-foto)

Unter den Demonstranten war auch die 16-jährige Greta Thunberg aus Schweden. Sie erklärte, dass die #Friday for Future-Bewegung keine Ruhe geben werde, bis sich tatsächlich etwas ändere. Auch in zahlreichen anderen Städten gingen wieder Zehntausende auf die Straße und boykottierten den Unterricht. Letzte Woche waren es mindestens zwölf Länder, in denen die Jugenddemonstrationen für eine lebenswerte Umwelt stattfanden. Allein in Großbritannien versammelten sich 50.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Am übernächsten Freitag, dem 15. März 2019, plant die internationale Freitags-Bewegung gleichzeitige Demonstrationen in 40 Ländern weltweit.

Teilnehmerzahl übertrifft Erwartungen

In Deutschland haben sich bisher größtenteils selbst organisierte Gruppen aus über 200 Städten angeschlossen. Ein beispielhafter Bericht aus Darmstadt: „Laut Presse hatte die Polizei mit 1500 Teilnehmern gerechnet und es waren aber bei dieser ersten FFF-Demo in Darmstadt 4000 Schüler auf der Straße. Teilweise haben Schulen die Schüler in ihrem Anliegen unterstützt. Der REBELL ist als organisierende Kraft aufgetreten, und von der MLPD wurden 130 Werbeflyer für das Buch 'Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur' verteilt ...  Hinter dem führenden Transparent 'Klima schützen heißt Kapitalismus überwinden' waren zahlreiche Schilder mit dem Thema 'There is no planet B ...'".

Jung und Alt gemeinsam

Während vielerorts Lehrerinnen und Lehrer und auch Schulleiter das Engagement der Jugendlichen unterstützen, weil sie selbst entschiedene Widersprüche zur reaktionären Umweltpolitik von Monopolen und Staat haben, gibt es von höheren Stellen im Staat Drohungen. In Nordrhein-Westfalen überlegt die Ministerin für Schule und Bildung, Yvonne Gebauer (FDP), „Schulschwänzer“ gegebenenfalls „zwangsweise dem Unterricht zuzuführen." Dies stieß auf große Empörung. „Parents for future“ - Eltern, die ihre protestierenden Kinder unterstützen - forderten in einem Offenen Brief die Landesregierung auf, den Druck auf die Schüler zu beenden. „Sprechen Sie den Schülerinnen und Schülern nicht das Engagement ab, das Sie selbst als Verantwortliche beim Klimaschutz vermissen lassen." Um die Bewegung zu stärken, ist es wichtig, in ihr auch die Auseinandersetzung über strittige Themen zu führen. Dazu gehört, wenn ein Teil der Jugendlichen die Umweltfrage als Generationenkonflikt behandelt. Jung und Alt gemeinsam gegen die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen muss es heißen!

Grundsätzliche Fragen

Viele Schülerinnen und Schüler stellen immer mehr grundsätzliche Fragen. Deswegen wächst auch das Interesse an MLPD und Rebell. Ein Teil der Jugendlichen ist aufgeschlossen gegenüber dem Gedanken, dass die Menschheit die Umweltfrage nicht dem herrschenden Gesellschaftssystem überlassen darf. Ihre Lösung erfordert einen gesellschaftsverändernden Kampf. Hier gibt es noch viel Klärungsbedarf. Unter dem geforderten "System Change" verstehen die meisten Jugendlichen in der #Friday For Future-Bewegung ein anderes System von Energiepolitik und nicht die revolutionäre Überwindung der Diktatur der Monopole. Aber die zweifellos vorhandene Kapitalismuskritik macht sie aufgeschlossen für die Argumente und die Arbeit von MLPD und Rebell.

 

Im aktuellen REBELL-Magazin berichtet Aylin aus Göttingen: „Ja, wir sind immer mehr Jugendliche bei den Aktionen und bei den Treffen geworden. Mit der Zeit habe ich mich auch da als Rebellin etabliert und werde auf Augenhöhe behandelt und ernst genommen, was vorher nicht so war. Zusätzlich kommen viele mit ihren Anliegen und Fragen zu mir! Das ist toll, weil sich so eine Vertrauensbasis aufbaut und das viel Potenzial für den REBELL-Aufbau hat.“

 

Wo MLPD und REBELL offensiv und entschlossen auftreten, finden sie eine große Offenheit; nur wenige meist "grünliche" Jugendliche giften herum, wenn sie MLPD- oder REBELL-Fahnen sehen. Inhaltlich haben sie nichts entgegenzusetzen. Gestern machten ein paar z.B. in Frankfurt am Main ein großes Getöse darum, dass ein Mädchen eine REBELL-Fahne trug. Doch sie ließ sich nicht einschüchtern, vertrat ihr demokratisches Recht offensiv, und auch die Polizei musste unverrichteter Dinge wieder abziehen – und viele Umstehende interessierten sich jetzt erst Recht für den REBELL.

Organisiert euch!

So begeistert Jugendliche in aller Welt auch rebellieren – mit Schulboykott und nur bei Facebook organisiert lässt sich der fortschreitende Umschlag in eine globale Klima- und Umweltkatastrophe nicht aufhalten. Viele bürgerliche Politiker hoffen, dass diese spontane Bewegung resigniert zusammenbricht, wenn die Schüler das bemerken. Deshalb kommt es jetzt darauf an, die Jugendbewegung zu festigen und auszurichten: Die entscheidende Kraft in diesem Kampf um die Zukunft wird die weltweit in der Produktion organisierte Industriearbeiterschaft werden, mit der Arbeiterjugend an der Spitze. Die internationale Industriearbeiterschaft kann international einen gesellschaftsverändernden Kampf führen - im Bündnis mit Schülern, Studenten, Jugendlichen und vielen anderen Menschen auf der ganzen Welt!  Dafür stehen REBELL und MLPD: Deshalb gilt es, sich bei ihnen für dieses Ziel zu organisieren. Das wird am 15. März in allen Städten der Gradmesser werden: Organisiert euch!

 

Das am 14. März erscheinende Rote Fahne Magazin wird voraussichtlich ein Titelthema zu #Fridays for Future haben. Es kann schon vorbestellt werden zum breiten Einsatz am Aktionstag unter vertrieb@neuerweg.de