Flughäfen

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Mehrheit der Sicherheitskräfte lehnt Verhandlungsergebnis ab

Mit ganztägigen Warnstreiks haben die 23.000 Sicherheitskräfte an den Flughäfen mächtig Druck für ihre Forderung gemacht: bundesweit einheitliche Bezahlung von 20 Euro pro Stunde für alle Sicherheitskräfte in Ost und West.

Korrespondenz aus Dortmund

Bislang schwankte das Entgelt regional zwischen 11,30 Euro und 17 Euro. Am 18. Januar hatte sich die Verhandlungskommission von ver.di mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen auf ein Verhandlungsergebnis geeinigt. Es sah die Angleichung der Entgelte für die Sicherheitskräfte bei der Passierkontrolle innerhalb von drei Jahren auf 19,01 Euro vor.

 

Nicht durchgesetzt wurde die Angleichung für die Sicherheitskräfte, die die Fracht und das Catering für die Flugzeuge kontrollieren und auch die, die Zugänge an den Airports sichern. Das dürfte auch der Grund sein, warum 55 Prozent der ver.di-Mitglieder bei einer Abstimmung das Verhandlungsergebnis abgelehnt haben.

 

Dieses Selbstbewusstsein ist Ausdruck des sich festigenden und entwickelnden gewerkschaftlichen Bewusstseins. Ver.di hat daraufhin beschlossen, mit dem Unternehmerverband erneut Verhandlungen aufzunehmen. Die Kampfbereitschaft der Sicherheitskräfte ist ungebrochen. Die MLPD begrüßt diesen wichtigen Kampf, bundesweit einheitliche Tariflöhne durchzusetzen. Das ist der richtige Weg, statt irgendeinem Versprechen der Berliner Regierungen zu trauen, die seit rund 30 Jahren einheitliche Löhne verspricht.