Bergbau

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"Nichtanpassungsberechtigte" sind empört

Am Mittwoch, 27. Februar, waren von der Ruhrkohle AG (RAG) alle sogenannten Nichtanpassungsberechtigten des Bergwerks Prosper-Haniel ins Morianhaus in Bottrop geladen. Dort bekamen sie Jobs angeboten, zu denen sie wechseln sollen.

Korrespondenz aus Bottrop

Die Nichtanpassungsberechtigten sind mehrere Hundert Kolleginnen und Kollegen, die nicht bis zum 31. Dezember 2021 in Anpassung - eine bergbautypische Vorruhestandsform - gehen können, weil sie das dafür nötige Alter noch nicht erreicht haben.

 

Sie werden in Erpressermanier vor die Wahl gestellt: Entweder mit Abfindung freiwillig gehen, oder vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2020 in eine sogenannte Transfergesellschaft wechsel - oder Kündigung zum 31. Dezember 2019.

 

Die Jobangebote stoßen bei den Kolleginenen und Kollegen zu Recht auf nicht viel Anklang: Sie haben oft genug erlebt, dass sich Kumpel die Abfindung haben aufschwätzen lassen, gegangen sind, nach wenigen Wochen als Leiharbeiter auf der Zeche wieder angefangen haben und jetzt im Zuge des Stilllegungsprogrammes rausfliegen.

 

Besonders empört die Kolleginnen und Kollegen völlig zu Recht, dass bei den ganzen Abschiedsfeiern immer verkündet wurde „Keiner fällt ins Bergfreie“ - und sie jetzt gekündigt werden sollen.

 

Deshalb ist es so wichtig, am 16. März in Essen gegen diese Politik von RAG und Landesregierung auf die Straße zu gehen (siehe Rote Fahne News!)