Rojava

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Stoppt die Invasionspläne der Türkei für Nordostsyrien/Rojava!

"Medico International", "Medizin für Rojava" und weitere Initiativen und Organisationen haben einen gemeinsamen Aufruf gestartet, am "Tag X" den Protest gegen türkische Invasionsaktivitäten auf die Straße zu tragen.

Aufruf
Stoppt die Invasionspläne der Türkei für Nordostsyrien/Rojava!

"Die Menschen aus Nordostsyrien/Rojava kämpften entschlossen gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS) und Tausende opferten in diesem Kampf ihr Leben. Damit brachten sie den IS an den Rand der Niederlage. Währenddessen etablierten sie in den befreiten Gebieten eine multiethnische und multireligiöse, gleichberechtigte und demokratische Selbstverwaltung – ein einzigartiges Projekt des Friedens im Mittleren Osten.

Die Menschen in Nordostsyrien/Rojava brauchen jetzt unsere Solidarität!

Bereits die völkerrechtswidrigen Besetzung von Afrin durch die Türkei, in der Tausende ihr Leben verloren und Hunderttausende zu Flüchtlingen geworden sind, geschah mit internationaler Billigung. Die BRD sowie andere NATO-Staaten und auch Russland und der Iran verfolgen ausschließlich eigene Machtinteressen in Syrien.

 

Wenn wir nicht handeln, werden das türkische Militär und seine jihadistischen Verbündeten Nordostsyrien erneut angreifen, um dieses Mal, wie von Erdogan angedroht, „die Kurden zu beerdigen“. Dieser Angriff gilt allen in der Region: kurdischen, arabischen, assyrischen, aramäischen, turkmenischen Menschen, die christlicher, muslimischer, alewitischer, alevitischer und ezidischer Religion sind.

Terroristische Bedrohung würde wachsen

Ein Angriff auf die Bevölkerung und ihre Verteidigungskräfte, Syrische Demokratische Kräfte (SDF), Volksverteidigungseinheiten (YPG) und Frauenverteidigungseinheiten (YPJ), also auf diejenigen, die den IS besiegen konnten, gibt dem IS die Gelegenheit, sich zu reorganisieren. Dann wächst die terroristische Bedrohung für die regionale und weltweite Sicherheit erneut.

Unterstützung der Türkei stoppen!

Deswegen fordern wir:

  • Stopp der politischen, finanziellen und militärischen Unterstützung der Türkei insbesondere der Geld- und Waffenlieferungen durch die Bundesregierung
  • die Beteiligung der Demokratischen Kräfte Nordostsyriens an den internationalen Friedensgesprächen
  • die Einrichtung einer international garantierten Flugverbotszone, um die Bevölkerung Nordostsyriens zu schützen.

 

Wir rufen dazu auf, sich bereits jetzt zu informieren und zu organisieren, damit wir am Tag X um 18:00 Uhr in allen Städten und Regionen gemeinsam unseren Protest auf die Straße tragen."

Unterzeichnerinnen und Unterzeichner

Medico International
Medizin für Rojava
Städtefreundschaft Oldenburg-Afrin e.V.
Städtefreundschaft Frankfurt-Kobane e.V.
Initiative für Frieden und Hoffnung in Kurdistan e.V.
Initiative „Freundschaft der Regionen Rojava und Herford“
Initiative Ökologischer Wiederaufbau in Kobanê Demokratische Föderation Nordsyrien - Rojava