Saalfelder Urteil

Saalfelder Urteil

Das ist "Rechts"-Sprechung!

Suse Bader, Europakoordinatorin der Weltfrauenkonferenzen der Basisfrauen, erklärt sich solidarisch mit Lisa Gärtner gegen das Urteil des Saalfelder Amtsgerichts. Gerade am heutigen Weltfrauentag ist ihr das besonders wichtig. Sie schreibt:

Suse Bader

Liebe Lisa,

soeben erreicht mich die Pressemitteilung der MLPD zu dem Urteil des Saalfelder Amtsgericht durch Richter Keller gegen dich als eine Organisatorin des Rebellischen Musikfestivals und Jugendpolitische Sprecherin der MLPD.

 

Wenn ich es richtig verstehe, wurdest du verurteilt, weil du lediglich die kritische Frage aufgeworfen hast, ob das Verbot des Rebellischen Musikfestivals und die Kriminalisierung und Diffamierung von Repräsentanten der MLPD von ganz oben ausging, oder ob Herr Löther, damaliger Leiter der Polizeiinspektion Saalfeld, sich „durchgeknallt“ verhalten habe. 15 Tagessätze à 35 Euro sollst du bezahlen! Das also ist Demokratie à la Bundesrepublik!

 

Auch ich war auf diesem wunderbaren Rebellischen Musikfestival und habe die internationale Solidarität, Kultur und das Miteinander als einzigartig erlebt. Ein Festival ohne Drogen und Saufgelage, ohne Sexismus. Dagegen waren durch diesen Leiter der Polizeiinspektion zwei Hundertschaften aufgefahren worden, das Festival sollte verboten werden und Organisatoren und einige Repräsentanten der MLPD wurden kriminalisiert. Jetzt noch dieser Richterspruch –  das ist eindeutig „Rechts“sprechung.

 

Ganz klar, die kämpferische Frauenbewegung steht hinter Lisa Gärtner.

 

Als Europakoordinatorin der Weltfrauenkonferenzen werde ich dieses Schandurteil international bekannt machen. Unsere Solidarität ist dir  – nicht nur am Internationalen Frauentag - gewiss!