Afrika

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Proteste im Sudan gehen weiter

Seit Mitte Dezember 2018 gehen im Sudan die Menschen auf die Straße, wie auch am vergangenen Sonntag, den 3. März.

Korrespondenz aus Leipzig
Proteste im Sudan gehen weiter

Anfangs richteten sich die Proteste gegen die Erhöhung der Brot- und Benzinpreise, aber mittlerweile fordern die Demonstrierenden die Regierung zum Rücktritt auf.

Protestierende fordern "Revolution"

Sie setzen ihre Proteste bewusst in die Reihe des sogenannten „Arabischen Frühlings“, der 2011 von Tunesien ausgehend die arabische Welt durchrüttelte und zum Sturz mehrerer Regierungen führte. Die Protestierenden rufen „Freiheit und soziale Gleichheit!“ und fordern eine Revolution.

 

1989 putschte das Militär im Sudan und seitdem führt Generalleutnant Omar al-Bashir die erzreaktionäre Militärregierung. Unter seiner Führung wird brutal gegen die Protestierenden vorgegangen. Oppositionelle werden verhaftet, teilweise verschleppt und gefoltert, über 30 Menschen sind seit Beginn der aktuellen Proteste getötet worden.

 

Es ist notwendig, sich entschieden gegen die brutale Unterdrückung der vollauf berechtigten Proteste des sudanesischen Volkes zu positionieren. Dem sudanesischen Volk und seinem Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit gilt unsere Solidarität! Hoch die internationale Solidarität!