Seebrücke-Demo

Seebrücke-Demo

Spaltung und Polizeieinsatz wegen Antikommunismus

Für den 6. März rief die „Jugend gegen Rechts“ in Jena zur einer Seebrücke-Demo auf. Klar, dass sich auch die MLPD solidarisch daran beteiligte, um gemeinsam gegen die Rechtsentwicklung der Regierung aufzustehen.

Korrespondenz aus Jena
Spaltung und Polizeieinsatz wegen Antikommunismus
Eine MLPD-Fahne, wie sie die Parteivorsitzende Gabi Fechtner hier stolz bei der LLL-Demonstration im Januar diesen Jahres in Berlin trägt, diente in Jena antideutschen Kräften als Vorwand für einen Polizeieinsatz gegen MLPD-Vertreter (rf-foto)

Was dann passierte, ist allerdings ein Unding und eine offene Spaltung. Ordner von „Jugend gegen Rechts“ forderten uns - Jonas Riese und Anatole Braungart, Kandidaten zur Landtagswahl in Jena - auf, MLPD-Fahne und -Westen einzupacken. Wir machten klar, dass wir uns einer solchen Zensur nicht beugen werden, da das Tragen von Symbolen der Arbeiterbewegung ein in Deutschland und auf der ganzen Welt erkämpftes Recht ist.

Veranstalter schicken Polizei

Während wir noch mit Jugendlichen darüber diskutierten und zum Pfingstjugendtreffen einluden, holten die Veranstalter zum ersten Mal die Polizei. Die forderte uns ebenfalls auf, Fahne und Weste wegzupacken.

 

Als wir klarmachten, dass es die Polizei ist, die sich mit einer solchen Aufforderung strafbar macht, teilte diese uns mit, dass wir vom Veranstalter der Versammlung ausgeschlossen wären. Wir akzeptierten das nicht und diskutierten weiter mit Jugendlichen.

Öffentliches und juristisches Nachspiel

Die Organisatoren antworteten mit antikommunistischer Hetze. Dann wurden Ordner und Leute von „Jugend gegen Rechts“ handgreiflich, was wir nicht mit uns machen ließen.

 

Jetzt kam es zum zweiten Einsatz der Polizei: Wir wurden unter dem Beifall eines Teils dieser Leute zu den Polizeiwagen abgeführt. Trotz unseres energischen Protests wurde uns unter Androhung von Gewahrsamnahme ein Platzverweis erteilt. Wir werden juristisch gegen den Polizeieinsatz und in Jena gegen die Spalter in die Öffentlichkeit gehen.