#Fridays for Future

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Hunderttausende auf der Straße gegen die Zerstörung der Umwelt

Weltweit haben gestern Hunderttausende gegen die mutwillige Zerstörung der menschlichen Lebensgrundlagen demonstriert: Auf allen fünf Kontinenten, in hunderten von Städten. Auch in Deutschland ist die #Friday for Future-Bewegung weiter gewachsen.

Korrespondenzen
Hunderttausende auf der Straße gegen die Zerstörung der Umwelt
Erste Gelsenkirchener FFF-Demo (Foto: Rebell)

Allein in Großbritannien demonstrierten Jugendliche in 100 Städten. Von Neu-Delhi und Bangkok bis Paris und Berlin, in mehr als hundert Ländern, spannte sich der Bogen des Jugendprotests gegen die durch und durch verantwortungslose Umweltpolitik der Herrschenden. In Deutschland gingen allein in Berlin und München Zehntausende junge Leute auf die Straße, die Polizei spricht von insgesamt 300.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Weltweit waren mehr als 2.000 Kundgebungen angekündigt, in Deutschland in mehr als 200 Städten.

 

Die MLPD und ihr Jugendverband Rebell beteiligten sich in Deutschand gestern vielerorts aktiv und richtungsweisend. In Gelsenkirchen war der Jugendverband REBELL Initiator der Freitags-Demonstration gestern! Seit Beginn der wachsenden Jugendproteste halfen MLPD und Rebell den Jugendlichen mit ihrem Know-how, Klarheit zu gewinnen und sich über die Perspektive auseinanderzusetzen.

Verbandsleitung des REBELL rief auf

In ihrem Aufruf zum gestrigen Aktionstag schrieb die Verbandsleitung des REBELL: "Nehmt ihnen die Erde aus der Hand, ehe sie verbrannt! Wir können 'denen da oben' nicht die Lösung der Menschheitsfragen überlassen. Sie haben zur Genüge unter Beweis gestellt, dass sie für den Profit einiger weniger Konzerne bereit sind, Mensch und Natur zu opfern ... Die Klimakatastrophe, der verschärfte Raubbau an der Natur, die Vermüllung und Vergiftung der Weltmeere, der Ausbau der Atomenergie sind immer noch nicht alle Faktoren der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen in absehbarer Zukunft. Diese liegen alle in der kapitalistischen Profitwirtschaft begründet – und können auch nur gemeinsam mit dieser endgültig beendet werden. Deshalb kämpfen wir als Jugendverband der MLPD für ein System, in dem die Ausbeutung von Mensch und Natur abgeschafft ist: Den echten Sozialismus! ... Wir müssen an der Seite und unter Führung der internationalen Arbeiterklasse lernen und für unsere Zukunft kämpfen."

BVG-Busfahrer und IG Metaller mit von der Partie

Aus Berlin berichtet ein Korrespondent: "Das Bild war vorwiegend jung, bunt und kämpferisch: ganze Kita-Gruppen mit ihren Erziehern, Grundschulklassen mit Lehrern, Schüler, Studierenden, aber auch mehr Ältere als in den letzten Wochen. „Mamas for Future", „Parents for Future" oder „Scientists for Future“. Die dominierende Altersstufe war die der 13- bis 18-jährigen. Manche hatten sich krank schreiben oder vom Unterricht befreien lassen, in einigen Klassen wurde über die Teilnahme demokratisch abgestimmt. Ins Auge fiel eine ver.di-Aktivistengruppe der BVG-Busfahrer, die am Donnerstag im Tarifkampf um mehr Lohn und eine niedrigere Wochenarbeitszeit noch im Streik standen und auch IG-Metaller. Die am häufigsten gerufenen Parolen waren: „Wir sind hier, wir sind laut, weil IHR uns die Zukunft klaut!“ und: „Anti-, Anti-, Anticapitalista“, die eine Kritik am Kapitalismus zum Ausdruck brachte. Viele Schüler waren sehr daran interessiert, warum die MLPD als linke Partei, sich für die Einheit von Mensch und Natur einsetzt.“

Großer Erfolg

In Gelsenkirchen kamen am weltweiten fff-Aktionstag 250 Schülerinnen und Schüler zusammen, um für den Schutz der Umwelt zu demonstrieren, was ein großer Erfolg war! "Bislang", so der REBELL Gelsenkirchen, "hatte es in Gelsenkirchen noch keine derartigen Aktionen gegeben, deshalb haben wir vom REBELL die Initiative ergriffen und eine Demonstration für den weltweiten Aktionstag am 15. März angemeldet. Wir haben Handzettel mit Datum und Ort rausgebracht, die wir vor Schulen verteilt haben und eine WhatsApp-Gruppe erstellt, in die viele Leute von selbst noch eingetreten sind und mit der Leute die Aktion weiterverbreitet haben. Auf einem Basteltreffen im Jugendzentrum Ché wurden Plakate und Schilder gemalt. Wir haben mit etwa 50 Teilnehmern gerechnet, Andere mit bis zu 100 – schlussendlich waren wir 250 begeisterte Umweltaktivisten die sich auf dem Heinrich-König-Platz mitten in der Innenstadt von Gelsenkirchen eingefunden haben.

 

Es war wichtig für die Prägung der Aktion, dass von Anfang an klar war, dass fff eine überparteiliche Bewegung ist und außer Faschisten alle mit ihren Fahnen und Transparenten auftreten dürfen und auch ihre Meinung am offenem Mikrofon vertreten – es gab nämlich von Anfang an auch Stimmen, die immer wieder betonten, dass sich die fff-Bewegung von der MLPD und dem REBELL distanzieren würde. Wir vom REBELL haben uns davon natürlich nicht aufhalten lassen, mit unserer Fahne und unserem Transparent „System Change not climate change“ für eine revolutionäre Perspektive aufzutreten. Alles in allem war es eine sehr erfolgreiche Demonstration, die sich hoffentlich in Zukunft mit noch mehr Teilnehmern wiederholen wird. Unser nächstes Vorbereitungstreffen findet nächsten Dienstag um 17:30 Uhr im Jugendzentrum Ché statt. Alle Gelsenkirchener Schüler sind herzlich eingeladen."

Größte Demonstration in Halle seit Jahren

In Halle versammelten sich ab 11:30 Uhr zahlreiche Schülerinnen und Schüler zur seit vielen Jahren größten Demonstration mit um die 1000 Teilnehmern. Auch unübersehbar zahlreiche Erwachsene beteiligten sich aktiv und gerne an der Demonstration. Einige Organisationen zeigten ihre Fahnen, was sehr zu begrüßen ist. Um Passanten und auch unorganisierten Jugendlichen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind, sondern zahlreiche Organisationen mit ihrem Know-how hinter ihnen stehen. Auch konnten sich die Schülerinnen und Schüler so ihre eigene Meinung darüber bilden, welche Möglichkeiten sie haben, sich zu organisieren. So wehten Fahnen von der Kampagnenorganisation campact, SDS und Linksjugend, sowie vom Jugendverband REBELL. Der REBELL ist auch in Halle aktiv in der Fridays-For-Future-Ortsgruppe in Halle und half bei der Beschaffung der Lautsprecheranlage der Montagsdemo gegen Hartz IV. Sie kam in der Mitte des Demonstrationszuges zum Einsatz um die Redebeiträge zu verstärken und Parolen zu rufen.

One solution - revolution

2800 Schüler, Studenten, Eltern und andere umweltbewusste Menschen zogen in einem eindrucksvollen Demonstrationszug durch die Lübecker Innenstadt – eine der größten Demonstrationen der letzten Jahre in Lübeck. Wenn Passanten ihre Daumen reckten, kam Jubel als Antwort. Erstaunlich viele Schüler zwischen 10 und 16 waren auf der Straße und skandierten immer wieder: „Wir sind hier, wir sind laut, weil IHR uns die Zukunft klaut.“ Wer mit „ihr“ gemeint war, war nicht immer so klar. Meistens waren Regierungspolitiker gemeint, nicht die Hauptverursacher aus der Industrie. Wir fragten Jugendliche, ob der Begriff „Klimawandel“ auf ihrem selbstgemalten Plakat nicht verharmlosend ist, weil wir uns längst im Übergang zu einer Klimakatastrophe befinden. Es kam sofort Zustimmung.

 

Als wir an einer Schule vorbeizogen, skandierten die Demonstranten: „Schüler, lass das Pauken sein, reih dich in die Demo ein“. Der REBELL Lübeck trug ein schönes selbstgemaltes Transparent „One solution – revolution – REBELL“. Die Organisatoren der Demo hatten in der Vorbesprechung keinen Einwand gegen solch ein inhaltliches Transparent mit Organisationsnamen. Auf der Demo wollten sie aber das Verteilen des REBELL-Flugblattes mit gleichem Titel unterbinden. Dem Einwand, die Organisatoren würden damit das Recht auf freie politische Betätigung einschränken, konnten sie nichts entgegnen. Aber wenn wir verteilen, würden sie die Kooperation mit uns einstellen. Eine merkwürdige Kooperation, wenn wir uns dafür einen Maulkorb umbinden müssten. Den ließen wir uns nicht verpassen. Die REBELL-Flyer stießen genauso wie der Flyer zum Pfingstjugendtreffen auf großes Interesse unter den Jugendlichen. Während der Demo ertönte immer wieder der Ruf „One solution – revolution“. Dazu müssen sich Jugendliche revolutionär organisieren, im REBELL.

 

Allen Korrespondenten ein herzliches Dankeschön!

Rote Fahne News hat viele lebendige Korrespondenzen und Berichte vom gestrigen fff-Aktionstag erhalten, die hier nicht alle Platz gefunden haben. Sie werden für die weitere Berichterstattung verwendet. Vielen Dank!