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Fridays for Future: 800 Schülerinnen und Schüler füllten den Platz vor dem Rathaus

Zirka 800 Schülerinnen und Schüler versammelten sich am gestrigen Freitag, 22. März, vor dem Stuttgarter Rathaus um gegen den „Klimawandel“ zu protestieren.

Korrespondenz aus Stuttgart
Fridays for Future: 800 Schülerinnen und Schüler füllten den Platz vor dem Rathaus
Fridays-for-Future-Aktion in Stuttgart am 19. Januar 2019 (rf-foto)

Mit Sprechchören forderten sie, diese Entwicklung, die nichts anderes ist, als der Übergang in eine internationale Klimakatastrophe, nicht irgendwann sondern jetzt zu stoppen. Letzten Freitag, 15. März, am Internationalen Aktionstag, hatten Vertreter aus der Stuttgarter Kommunalpolitik, wie der „Grüne“ Oberbürgermeister Fritz Kuhn, gesprochen und den Schülerinnen und Schülern erzählt, wie toll Stuttgart im Klimaschutz sei. Diesmal gestalteten nun die Schülerinnen und Schüler die Kundgebung selbständig. Sie beinhaltete kulturelle Schwerpunkte, mit Liedern und Gedichten und kämpferischen Sprechchören.

MLPD suchte Diskussion

Nachdem wir von der MLPD in Stuttgart von Anfang an gegen die „Keine-Parteien“-Auflage gekämpft hatten, traten wir auch diesesmal wieder mit Flugblättern des Jugendverbands REBELL und REBELL-Magazinen sowie dem Rote Fahne Magazin auf. Wir suchten mit den Schülerinnen und Schülern die Diskussion.

 

Diese sind nach wie vor sehr aufgeschlossen und daran interessiert, zu erfahren, wer denn nun die wirklichen Gegner im Kampf gegen die Umweltzerstörung sind. Es gab große Zustimmung dazu, dass das die großen Konzerne sind, die - um ihre Profite zu steigern - keinerlei Rücksicht auf Mensch und Natur nehmen. Sie sahen auch, dass die Regierung für diese Konzerne Politik macht und nicht für die Masse der Bevölkerung. So gab es auch meist Übereinstimmung, dass dieses Profitsystem überwunden werden muss. Wie das geht und wie man ein neues sozialistisches Gesellschaftssystem aufbaut, wo die Bedürfnisse der Menschen in Einheit mit der Natur im Mittelpunkt stehen, das lernt man am besten im Jugendverband REBELL.

Ein Teil der Schülerinnen und Schüler entschied sich sofort

Ein Teil hat sich sofort entschieden und sich in die Kontaktkarte des REBELL eingetragen. Das steht im Gegensatz dazu, dass die selbsternannten Führer im Orga-Team uns jedesmal verbieten wollen, Flugblätter zu verteilen und mit den Schülerinnen und Schülern zu sprechen. Geht es nach ihnen, sollen auch Parteifahnen verboten sein. Das ist Ausdruck eines undemokratischen und liquidatorischen Verhaltens. Das ist ihnen nicht gelungen und auch unsere MLPD-Fahne blieb bis zum Ende der Kundgebung auf dem Platz. Unser Fahnenträger machte den Ordnern klar, dass sie keinerlei Recht dazu haben, die Fahne zu verbieten, und dass er ihren Platzverweis keinesfalls befolgen werde, weil sie dazu keinerlei Befugnis hätten. Entnervt zogen sie nach dem zweiten Versuch ab.