Mahir Mete Kul

Mahir Mete Kul

Bei der Flucht aus der Türkei ums Leben gekommen?

Mahir Mete Kul, 22-jähriger politischer Aktivist aus der Türkei, ist seit dem 24. März 2019 vermisst. Er versuchte, am 24. März den Fluss zwischen der Türkei und Griechenland zu überqueren. Leider sank das Boot. Seine Mutter ruft die Menschen dazu auf, aktiv zu werden. Ihr Sohn soll der letzte Flüchtling sein, der im Evros ums Leben kommt.

Korrespondenz

Mahir Mete Kul wurde mit der Verhaftung wegen seines politischen linken Engagements in der Türkei gedroht. Deshalb hat er am 24. März versucht, die Grenze zwischen der Türkei und Griechenland zu überqueren. In der Türkei hatte er sich für demokratische und freie Bildung eingesetzt. Deshalb wurde er 2017 mit Verhaftung bestraft. Es gibt immer noch Gerichtsverfahren gegen ihn, weil er ein junger linker Aktivist war. Die türkische Regierung ist für diesen Verlust verantwortlich. Sie hat ihn wegen seiner Meinung angeklagt und ihn als "Terroristen" beschuldigt.

 

Mahir Mete Kul hat an der Beykent Universität in Istanbul Informatik studiert. Seine Familie hat seit dem 24. März nichts mehr von ihm gehört. Nach seiner Verhaftung wegen angeblichem Terrorismus saß er zehn Monate lang im Gefängnis. Auch wurde ein Reiseverbot gegen ihn verhängt, was ihn offenbar dazu zwang, illegale Wege zu suchen, um aus dem Land rauszukommen.

 

Die Mutter von Mahir Mete, Ünzile Araz, die ebenfalls aus politischen Gründen die Türkei verließ und sich derzeit in Griechenland befindet, sagte, dass sie den Fall den griechischen und den türkischen Behörden gemeldet hat, damit sie eine Suche und Rettung starten könnten, um ihren Sohn zu finden. Falls er nicht gefunden wird, würde sie in einen Hungerstreik vor dem Hauptsitz der griechischen Regierungspartei Syriza treten.

 

Ein Video zeigt den Aufruf der Mutter von Mahir Mete Kul