Bamberg

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Bosch-Kolleginnen und -Kollegen demonstrieren gegen Arbeitsplatzvernichtung

Unter dem Motto „Transformation braucht Zeit“ fand gestern in Bamberg im Anschluss an eine Betriebsversammlung eine Protestaktion am Tor statt, an der sich rund 1.000 Kolleginnen und Kollegen beteiligten.

Korrespondenz

In einigen Medien, darunter der Süddeutschen Zeitung, wird die Protestaktion so dargestellt, als habe sie sich gegen Umweltschutz gewandt. Das stimmt nicht. Die Kollegen und auch der IG Metall-Bezirksleiter Horn betonten: „Wir sind nicht gegen Klimaziele“. Er zeigte sich mit den Friday for future-Aktionen solidarisch. Die Forderung, dass die Auszubildenden übernommen werden, wurde mit großem Beifall unterstützt.

 

Die Hauptverursacher des Umschlags in eine globale Klimakatastrophe wurden aber nur halbherzig angegriffen: „Die Bosse achten nur auf ihren Ertrag.“ Richtig wurde angegriffen, dass die Art der Produktion von Lithium oder Kobald für herkömmliche Batterien Lebensgrundlagen zerstört.

 

Viele Kollegen waren nachdenklich und machten sich große Sorgen um die Zukunft. Viele Flyer „Ungewöhnliche Zeiten erfordern mutige Entscheidungen" wurden mit Interesse angenommen. Die Stimmung war einer grundsätzlichen Lösung gegenüber aufgeschlossen, wie sich in verschiedenen Gesprächen zeigte. Angereiste Bosch-Kollegen aus München, Ansbach und Nürnberg hatten bestimmt viel auf ihrer Rückfahrt zu diskutieren.