Betriebsversammlung Audi Neckarsulm

Betriebsversammlung Audi Neckarsulm

Forderungen der Kolleginnen und Kollegen im Zentrum

Die erste Antwort der Belegschaft an den Vorstand nach der Streichung einer Nachtschicht im Werk Ingolstadt, der Entlassung von Leiharbeitern in Neckarsulm und der Ankündigung, die Übernahme aller Azubis nach der Lehre zu „überprüfen“, war schon mal passend.

Korrespondenz

Sage und schreibe fast zwei Stunden Vorprogramm von Geschäftsleitung und Betriebsratsführung strapazieren immer mehr die Geduld der Belegschaft. Erst dann begann für sie der wichtigste Punkt: die Aussprache mit zehn Redebeiträgen. Sie waren hauptsächlich davon geprägt, die Angriffe  auf die Belegschaft zu kritisieren und die verschärfte Ausbeutung anzugreifen. Besonders die Azubis hatten die volle Unterstützung und Begeisterung der Betriebsversammlung. Wer die Zukunft der Azubis angreift, stellt auch die Zukunft des Standorts in Frage.

 

Die „Entschuldigung“ des Vorstands, man könne noch nicht zu konkreten Fragen der Auslastung, der Festlegung auf die  Produktion von E-Autos usw. Stellung nehmen, hat dafür gesorgt, dass das Vertrauen zu ihm weiter bröckelt. Gleichzeitig wird nämlich die Grundlinie des Kürzungsprogramms für die Belegschaft - Flexibilisierung und Überprüfung der übertariflichen Zulagen - aufrecht erhalten.

 

Die Bereitschaft, um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz zu kämpfen, mit der 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich offensive Forderungen aufzustellen – darüber entfaltet sich die Auseinandersetzung. Gerade in Verbindung mit der Vorbereitung des 1. Mai als dem internationalen Kampftag der Arbeiterklasse muss der Blick dafür geschärft werden, wie die Auseinandersetzung bei Audi Bestandteil des weltweiten Kampfs gegen die Abwälzung der Krisenlasten  auf die Automobilarbeiter und ihre Familien wird.