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Fridays for Future: Verbindung des Kampfs um Arbeitsplätze und Umweltschutz - ein wichtiges Thema

Von der Fridays-for-Future-Aktion am vergangenen Freitag, 29. März, in Dortmund wird berichtet:

Korrespondenz aus Dortmund

Zirka 200 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulen Dortmunds und der Umgebung waren wieder auf der Straße. Mehr als die Hälfte meldeten sich, dass sie zum ersten Mal dabei sind. Einer hielt den Rekord: Er war zum neunten Mal hier. Die Bekanntheit des Jugendverbands REBELL und der MLPD war deutlich zu spüren. Ca. 200 Flugblätter „Nicht nur freitags: Rebellion für die Zukunft!“ von REBELL und MLPD wurden verteilt und interessiert genommen. Neu war, dass die Verbindung des Kampfs um Arbeitsplätze und Umweltschutz dieses Mal ein wichtiges Thema war. Das wurde von der Sprecherin der Demo angesprochen.

 

Ein Arbeiter der Arbeiterplattform des Internationalistischen Bündnisses hat die Solidarität an die Demonstrantinnen und Demonstranten überbracht. Er betonte, dass der Kampf gegen die Klimakatastrophe und der um unsere Arbeitsplätze zusammengehören. Und wir müssen es zurückweisen, dass versucht wird, die Arbeiterbewegung gegen die Umweltbewegung auszuspielen. Die großen Konzerne reden dann plötzlich von dem Erhalt der Arbeitsplätze, wenn sie gegen Umweltauflagen vorgehen wollen. Das seien die selben Konzernbosse die sonst ohne mit der Wimper zu zucken Arbeitsplätze wegrationalisieren um die Profite zu steigern. Die Profitsteigerung der Konzerne wird versucht auf Kosten der Natur und auf Kosten der Arbeitsplätze durchzusetzen. Deshalb sei es wichtig, dass die Arbeiterbewegung und Umweltbewegung sich nicht spalten lassen darf.

 

Dieser Beitrag von einem Fabrikarbeiter bekam viel Beifall. Er wurde mehrmals von zustimmenden Rufen unterbrochen „Streik in der Schule, Streik in der Fabrik – das ist unsere Antwort auf Eure Politik!“ Diese Parole hebt den notwendigen gemeinsamen Kampf von Arbeiterinnen und Arbeitern, Schülerinnen und Schülern hervor. Sie stellt die Bewegung aber auch vor das Problem, dass die Fridays for Future kein Streik sind sondern Schulboykott. Die wirksame Waffe des Streiks hat nur die Arbeiterklasse in der Hand; und sie wird deshalb vom kapitalistischen Staatsapparat auch durch die neuen Polizeigesetze bedroht, die gegen politische Streiks angewandt werden können. Wir vom Jugendverband REBELL, der MLPD und vom Internationalistischen Bündnis haben in diesem Zusammenhang viel diskutiert und breit für das 19. Internationale Pfingstjugendtreffen eingeladen.

 
Mehr zum Pfingstjugendtreffen hier!