Spanien

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Vor 80 Jahren wurde der Freiheitskampf des spanischen Volkes im Blut erstickt

Am 25. Februar 1939 hatten die Regierungen Englands und Frankreichs von der Regierung Juan Negrín (Volksfront) die Kapitulation des republikanischen Spanien verlangt, und am 27. Februar 1939 das faschistische Franco-Regime anerkannt. Es waren mit wesentlich die sogenannten „europäischen Demokratien“, die den antifaschistischen Kampf des spanischen Volkes erdrosselten.

Korrespondenz aus Ingolstadt
Vor 80 Jahren wurde der Freiheitskampf des spanischen Volkes im  Blut erstickt
Interbrigadisten 1937 in Spanien (foto: gemeinfrei)

Heldenhafter Widerstand

Am 28. März 1939 besetzten nach langem heldenhaftem Widerstand des Volkes Francos Truppen das stolze Madrid und errichteten danach auch in den anderen Landesteilen ihre faschistische Diktatur. Zuvor ermorderten sie noch 50.000 politische Gefangene. Bei den Wahlen am 16. Februar 1936 hatte das Volksfront-Bündnis eine klare Mehrheit errungen. Mitte Juli 1936 begann der faschistische Putsch gegen die rechtmäßige spanische Regierung. Dies geschah im Auftrag der klerikal-feudalen und großbourgeoisen Reaktion.

Brennpunkt des proletarischen Internationalismus

Die spanischen Arbeiter, das spanische Volk, seine heldenhaften Frauen hätten Franco zum Teufel gejagt. Die faschistischen Staaten Deutschland und Italien haben den militärischen Erfolg Francos herbeigeführt, und die sogenannten „Demokratien“ haben das dreckige Spiel übernommen, die Unterstützung der Republik zu sabotieren. Das nannten sie eine "Politik der Nichteinmischung". Es war die sozialistische Sowjetunion unter Stalin, die Waffen und Hilfsmittel an die spanische Republik schickte.

 

Spanien wurde zu einem Brennpunkt des proletarischen Internationalismus. Die Internationalen Brigaden sind bis heute ein Symbol dafür. In Spanien schlossen sich die Besten der Welt gegen die kapitalistische und faschistische Barbarei zusammen. Arbeiter aus fast allen Ländern der Welt eilten herbei, um die Republik bewaffnet zu verteidigen. Dänische Arbeiter kamen mit dem Fahrrad über die Pyrenäen, Menschen aus der Karibik nahmen den Umweg über Afrika. Alle Kulturschaffenden, die eine fortschrittliche Ehre im Leib hatten, unterstützten die Republik vielfältig.

 

Dieser Kampf wurde zum Kristallisationspunkt des Kampfes gegen Faschismus und Reaktion, für Freiheit und Fortschritt. Der Freiheitskampf des spanischen Volkes war den spanischen Faschisten überlegen. Erdrosselt wurde er durch die Übermacht der „Einheitsfront“ des Imperialismus. 

Perfide Lüge des modernen Antikommunismus

Eine perfide Lüge des modernen Antikommunismus ist es, Stalin habe der Volksfront geschadet und mit dem Geheimdienst die „freiheitlichen Sozialisten und Anarchisten bekämpft.“ Tatsache ist: Die Trotzkisten, die fünfte Kolonne des Faschismus, und Teile der Anarchisten - es gab durchaus auch Teile der Anarchisten, die die Volksfront ehrlich unterstützten - zettelten mit linken Phrasen Aufstände gegen die Volksfrontregierung an, so z. B. in Barcelona. Gegen solche konterrevolutionären Machenschaften musste mit aller Härte vorgegangen werden.

Interbrigaden sind Vorbild

Die Interbrigaden als hoch entwickelte Organisationsform des proletarischen Internationalismus sind uns heute noch Vorbild in der internationalistischen Arbeit. Die Brigaden zum Aufbau des Gesundheitszentrums in Kobanê knüpften daran an. Der Aufbau einer weltumspannenden antifaschistischen und antiimperialistischen Einheitsfront heute ist eine wesentliche Schlussfolgerung aus den Erfahrungen des spanischen Volkes und der Internationalen Brigaden. Die Mitglieder der ICOR (Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen) setzen sich mit aller Kraft dafür ein.