Leipzig

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Angriff auf gesellschaftliche Debatte bei Fridays for Future

Am Freitag, den 5. April, sammelten sich wieder ca. 200 bis 300 Jugendliche, Schülerinnen und Schüler und auch Lehrerinnen und Lehrer sowie andere Erwachsene auf dem Willi-Brandt-Platz, um sich für die Demo warmzulaufen.

Korrespondenz

Im Vorfeld wurde dem Jugendverband REBELL mitgeteilt, dass er diesmal keinen Redebeitrag halten soll, weil das mit dem Sozialismus nicht reinpassen würde usw. Das wäre vom Plenum und dann dem Org-Team so festgelegt worden. Auf Nachfrage stellte sich heraus, das das Plenum darüber beim letzten Mal gar nicht geredet hat und dass das allein vom Orga-Team kam. Als älterer Genosse verteilte ich das Flugblatt „Nicht nur Freitags: Rebellion für die Zukunft“, was von den Jugendlichen sehr interessiert aufgenommen und gelesen wurde.

 

Plötzlich kommt eine ältere Frau auf mich zu und ruft in die Menge, das wir sofort mit dem Verteilen aufhören sollten, da es keine Parteiveranstaltung sei. Ich stellte klar, dass dies unser demokratisches Recht sei und die Jugendlichen selbst entscheiden können, wie und von wem sie etwas lesen, um sich eine Meinung zu bilden.

 

„In Stuttgart und Dortmund, überall habe man mit der MLPD zu tun und das wäre unmöglich“, rief sie noch aufgebrachter. Daraufhin kam ein jugendlicher Ordner hinzu: „Lassen sie bitte den älteren Mann in Ruhe, der hat wie alle anderen auch das Recht, seine Sachen zu verteilen, wenn es zum Thema ist.“ Die Taktik, eine Empörung durch lautstarkes Schreien zu erzeugen, hatte nicht funktioniert, und sie zog ab. Ich verteilte meine Flugis zu Ende und ging dann von mir aus auf die Frau zu, die mit zwei Männern am Rand stand.

 

Es stellte sich heraus, das sie aus Dortmund kam und sie das „hier mal beobachten“ wolle. Sie gab keine Auskunft über ihrer Funktion oder Aufgabe, sondern betonte, „sie sei ein Mensch“ und komme einfach mal so. Ich sagte ihr, dass die Jugendlichen hier seit den ersten Demos keine Probleme damit gehabt hätten.

 

Sie griff zum Handy und noch auf der Demo wurde durch eine Jugendliche vom Orga-Team versucht, dem REBELL die Flugblätter zu entreißen. Das wurde zwar von den Umstehenden verhindert, aber hier gab es einen offensichtlichen Zusammenhang zu meiner Auseinandersetzung mit der Frau.