Heilbronn

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Fridays for Future: Schulprojekte statt Umweltdemo?

Das Ende des Schuljahres rückt näher, und damit Zeugnisse und Versetzung.

Korrespondenz

Der Druck auf die Schülerbewegung 'Fridays for Future' (FFF) wuchs, am Freitag wieder regelmäßig am Schulunterricht teilzunehmen, auf keinen Fall die Klassenarbeiten zu versäumen usw. Vor diesem Hintergrund hat das Heilbronner Organisationsteam von FFF beschlossen, künftig alle zwei Wochen - im Wechsel mit den Demos - Aktionen nach Schulschluss zu organisieren. Start war am Freitag, 5. April. Die FFF-Gruppe traf sich mit 50 Schülerinnen und Schülern in der Stadt, um Müll aufzusammeln. „Ich möchte dabei helfen, die Umwelt sauber zu halten. Da kann niemand sagen, wir demonstrieren nur, weil wir keine Lust auf Schule haben“, zitiert die Heilbronner Stimme eine 15-jährige Teilnehmerin.

 

Im Jugendverband REBELL gibt es eine lebhafte Diskussion über diese neue Entwicklung. Der REBELL mit seiner Kinderorganisation ROTFÜCHSE beteiligt sich zum Beispiel bei der jährlichen „putzmunter–Aktion“ der Stadt Heilbronn und hilft, den Spielplatz in unserem Wohngebiet sauber zu halten. Er erzieht Jugendliche und Kinder zur Achtung vor der körperlichen Arbeit, und sich selbst dazu, sich als Umweltkämpfer selbst vorbildlich zu verhalten. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist jedoch, dass Müll sammeln statt Umweltdemo ein Nachgeben gegenüber der grün-schwarzen Landesregierung ist. Die arbeitet längst an Konzepten, das gewachsene Umweltbewusstsein in pädagogischen Schulprojekten aufzufangen. Die Leitlinie dieser Projekte zeichnet sich klar ab: „Wenn Du für eine saubere Umwelt bist, fange bei Dir selber an!“ So wird die Zerstörung der natürlichen Umwelt durch die herrschenden Monopole aus der Schusslinie genommen. Es geht also um eine Richtungsentscheidung: Für den aktiven Widerstand, gemeinsam mit der Arbeiter- und Umweltbewegung - für diesen Weg setzen sich MLPD und REBELL ein, oder Anpassung an das System.