Tierfutter-Konzerne
Nestlé wird zum Tierarzt
Bei den Tierärzten ist aktuell ähnliches im Gang, wie zuvor bei den Zahnärzten: Eine bisher kleingewerblich organisierte Branche wird industrialisiert und für die internationalen Monopole profitbringend ausgerichtet.
Wichtiger Treiber dabei: Reiche Familien wie die Schweizer Jacobs oder die deutschen Reimanns suchen händeringend nach Möglichkeiten, ihre Vermögen profitträchtig anzulegen. Bei der "Konsolidierung" in der Veterinärmedizin mischen auch die Monopole der Tierfutter-Produktion mit. Denn der Tierarzt ist noch immer ein wichtiger Verkäufer von Tiernahrung und Nahrungsergänzung für Haustiere.
Tiermedizin-Monopole formieren sich
Nachdem der US-Konzern Mars (Pedigree, Sheba, Whiskas) über die letzten Jahre zum weltgrößten Betreiber von Tierkliniken geworden ist und die Reimanns kürzlich ebenfalls ins Rennen um die Dominanz in der Tiermedizin eingestiegen sind, ist klar: Nestlé darf nicht abseits stehen. Und tut es auch nicht: Die Schweizer Firma beteiligt sich an der britischen "Independent Vetcare Group". Unter deren Dach arbeiten 16.000 Veterinärmediziner in über 1.100 Kliniken, davon fünf in der Schweiz.