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Landesschülervertretung zu "Fridays for Future": Kapitalismus infragestellen

Die Landesschülervertretung Nordrhein-Westfalen hat am 27. Februar beschlossen, sich hinter die "Fridays for Future"-Proteste zu stellen.

Von ffz
Landesschülervertretung zu "Fridays for Future": Kapitalismus infragestellen
Fridays for Future in München (rf-foto)

In ihrer Resolution „There is no Plan(et) B – Es gibt keinen Plan(et) B“ kritisiert sie völlig zu Recht die Monopole und ihre bürgerlichen Politiker. So schreibt sie: „Doch die Politik handelt nicht, sie ist zu abhängig von den großen Unternehmen geworden, die den größten Beitrag zur Klimazerstörung liefern. Wenn die Politik auf ihre großen Worte keine Taten folgen lässt, dann müssen wir Schülerinnen und Schüler aufstehen.“

 

Weiter stellt sie richtig fest, dass es eine gefährliche Illusion ist, an die leeren Versprechungen der Monopolpolitiker und ihrer Konzerne zu glauben: „Es ergibt keinen Sinn, jetzt noch Kompromisswege mit der Industrie zu fahren, wenn wir das Klima retten wollen, dann muss sofort die grundsätzliche Umweltpolitik geändert werden. RWE alleine hat bisher ungefähr ein Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen ausgestoßen. Nach Studien sind die 20 größten Energieproduzenten der Welt seit der Industrialisierung an der Hälfte des Temperaturanstiegs und an 30 Prozent des Meeresspiegelanstiegs schuld. Andere Studien haben sogar errechnet, dass die größten 90 Konzerne für zwei Drittel der Treibhausgasemissionen verantwortlich sind."

Den Kapitalismus an sich als Kernproblem und Hauptursache in Frage stellen

Landesschülervertretung des Landes Nordrhein-Westfalen

Dabei stellt die Landesschülervertretung bewusst auch die Systemfrage und stellt den Kapitalismus infrage: „Um das Klima noch retten zu können, oder eher die Klimazerstörung aufhalten zu können, sodass die menschliche Existenz weiter fortwährend bestehen kann, müssen jetzt alle nötigen Schritte so schnell und ausführlich wie möglich diskutiert und durchgesetzt werden ... Man darf sich nicht grundlos davor verstecken, den Kapitalismus an sich als Kernproblem und Hauptursache in Frage zu stellen."

 

Hier kann die komplette Erklärung gelesen werden