Argumente zu FFF

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„Kohleausstieg“ - Was meint die MLPD dazu?

In der Jugendumweltbewegung Fridays for Future wird die Forderung nach einem "Kohleausstieg" diskutiert.

Von gb
„Kohleausstieg“ - Was meint die MLPD dazu?
Fridays for Future in München (rf-foto)

„Kohleausstieg“ ist auch eine zentrale Forderung vieler bürgerlicher Umweltorganisationen und der Grünen. Doch was sagt die MLPD dazu? Die MLPD fordert die schnellstmögliche Beendigung des Braunkohle-Tagebaus, der großflächige Zerstörungen mit sich bringt. Aber darüber hinaus fordert die Partei auch ein schnellstmögliches Ende der Verbrennung nicht nur von Kohle, sondern aller fossiler Energieträger! In ihrem Sofortprogramm für den Kampf gegen die drohende Umweltkatastrophe heißt es:

 

„Sukzessives und dann vollständiges Ersetzen fossiler Brennstoffe durch regenerative Energien! Energiegewinnung vor allem aus Sonne, Wind, Wasser und Bioabfällen! Senkung der Treibhausgas-Emissionen um 70 bis 90 Prozent bis zum Jahr 2030 und klarer Kurs auf Absenkung des CO2-Gehalts in der Luft auf 350 ppm!“

 

Bereits 2009 errechnete ein Wissenschaftler-Team der Stanford Universität, dass mit Investitionen von etwa sieben Prozent des heutigen Weltsozialprodukts pro Jahr in erneuerbare Energien die Energieversorgung weltweit bis 2030 regenerativ umgestellt werden kann.

 

Wer sich nur auf die Kohle fixiert, vergisst, dass auch andere fossile Energieträger wie Erdgas und Erdöl bei Verbrennung klimawirksam sind. Die MLPD kämpft weiter gegen die Schließung der letzten Steinkohlezeche in Deutschland und die von der Ruhrkohle AG(RAG) geplante Flutung der ehemaligen Zechen. Kohle ist ein wertvoller Rohstoff und zu schade, um verbrannt zu werden! Kohle wird dringend für Schadstoff-Filter in der Umwelttechnik und  für medizinische Anwendungen gebraucht. 1,6 Millionen Tonnen Giftmüll und über 10.000 Tonnen des Ultragiftes PCB wurden von der Ruhrkohle-AG profitabel unter Tage deponiert  - mit Billigung der damaligen SPD-Grünen-Landesregierung von Nordrhein-Westfalen. Die Flutung der Zechen wäre eine skandalöse Umweltgefährdung erster Güte und schwemmt diese Gifte in unsere Flüsse und in das Grundwasser. Um das schadstoffbelastete Grubenwasser zu reinigen, müssen dringend Schadstoff-Filter eingebaut werden, auf Kosten der RAG. Mit Aktivkohlefiltern natürlich!