Nordostsyrien / Rojava
Armenisches Bataillon gegründet
Die Völker Nordostsyriens organisieren sich zunehmend besser und verwirklichen dabei eine solidarische Kultur und Zusammenarbeit.
Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit der armenischen Minderheit in der Region. So schreibt die Nachrichtenagentur ANF:
„Die Selbstorganisierung der Völker Nord- und Ostsyriens schreitet voran. Nun stehen die Armenierinnen und Armenier vor dem Gründungsabschluss ihres ersten militärischen Bataillons in der Region. Das Bataillon soll nach Nubar Ozanyan (Nom de Guerre: Orhan Bakırcıyan) benannt werden, der am 14. August 2017 in Raqqa als Kommandant der türkisch-kommunistischen Organisation TKP/ML-TIKKO im Kampf gegen die Terrormiliz 'Islamischer Staat' (IS) ums Leben gekommen ist.
Kämpferinnen und Kämpfer sind Nachfahren der Überlebenden des Genozids
Das Bataillon besteht bisher aus rund 50 Kämpferinnen und Kämpfern. Bei allen handelt es sich um Nachfahren der Überlebenden des Genozids an den Armenierinnen und Armeniern, die aus Provinzen wie Amed (Diyarbakir), Riha (Urfa), Mûş (Muş), Bedlîs (Bitlis), Dîlok (Antep) und Êlih (Batman) nach Syrien deportiert wurden.¹
Gründung am heutigen Völkermordgedenktag, 24. April
Die offizielle Gründung des armenischen Bataillons soll am heutigen 24. April, dem Völkermordgedenktag, verkündet werden. Mit der Deportation der armenischen Elite am 24. April 1915 aus der osmanischen Hauptstadt Istanbul markiert dieser Tag den Beginn des Genozids an den Armeniern."