Daimler

Daimler

Internationalistisches Bündnis aktiv gegen Entlassungen

Die Situation der Leihabeiterinnen und Leiharbeiter bei Daimler in Untertürkheim verschärft sich zusehends.

Korrespondenz aus Stuttgart
Internationalistisches Bündnis aktiv gegen Entlassungen
Bild von der Kundgebung des Internationalistischen Bündnisses (rf-foto)

Die Arbeiterinnen und Arbeiter sollten zunächst vertröstet werden: Sie würden ja zu Porsche wechseln können. Doch am 30. April sollen nun die meisten der 900 Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter ihren Job verlieren.

 

Das ist aber nur ein weiterer Vorbote. Insgesamt plant die Automobilindustrie massive Arbeitsplatzvernichtung, angeblich, weil die Produktion von Elektroautos weniger Arbeiterinnen und Arbeiter benötige. Vor allem geht es aber darum, den Profit von Daimler von 7 Milliarden Euro auf Kosten der Arbeiterinnen und Arbeiter weiter zu erhöhen.

 

Dabei beklagen sich die Kolleginnen und Kollegen in den Werken schon lange, dass es in vielen Abteilungen zu wenig Personal gibt. Gegen die Spaltung der Automobilarbeiterinnen und Automobilarbeiter ist die Arbeiterplattform des Internationalistischen Bündnisses aktiv.

Zum Schichtwechsel vor dem Tor

Am Donnerstag, 25. April, wurden die Arbeiterinnen und Arbeiter zum Schichtwechsel vor Tor 8 des Daimler-Werkes in Mettingen mit drei großen Transparenten, Mitmach-Listen, einem Lautsprecher und kämpferischer Musik von gut 20 Aktivistinnen und Aktivisten des Bündnisses angesprochen. Dabei waren neben Einzelpersonen die Organisationen ATIK und ATIF, MLPD, Anatolische Föderation, Frauenverband Courage sowie Kolleginnen und Kollegen der Offensiven Metaller und der IG Metall.

 

Die meisten Kolleginnen und Kollegen finden nicht gut, was mit den Leiharbeiterinnen und Leiharbeitern passiert. Es wurden lebhafte Gespräche geführt, und viele Arbeiterinnen und Arbeiter blieben stehen, obwohl das bedeutet, dass sie vielleicht auf ihrem Heimweg in einen Stau geraten.

Wichtig: Spaltungsversuch erkennen

Es ist wichtig, das die Arbeiterinnen und Arbeiter den Spaltungsversuch erkennen. Es gibt keine Arbeiterinnen und Arbeiter erster und zweiter Klasse. Es wird nicht bei den Entlassungen der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter bleiben. Es ist wichtig, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter merken: Das Internationalistische Bündnis ist eine verlässliche Kraft.