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„Hände weg von Venezuela!“ - Weltweite Solidaritätsaktionen am 16. Mai

Monika Gärtner-Engel, Hauptkoordinatorin der revolutionären Weltorganisation ICOR, informierte am 2. Mai die demokratische Öffentlichkeit darüber, dass die ICOR Amerika, die im April in Lima/Peru tagte, für den 16. Mai 2019 alle ICOR-Organisationen und Freunde des venezolanischen Volkes zu Protestaktionen unter dem Motto „Hände weg von Venezuela“ aufruft.

Von hs

Der erneute Putschversuch am 30. April in Venezuela, angeführt vom reaktionären Vorsitzenden der Nationalversammlung und selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó, erhielt trotz aller Kritik an der Maduro-Regierung nicht den erhofften Rückhalt unter den venezolanischen Arbeitern und breiten Massen.

 

Auch der Versuch, das Militär auf seine Seite zu ziehen, gelang nicht. Pedro Rosas von der Bewegung Gayones berichtet über die Demonstrationen zum 1. Mai und danach: „Es gab eine große Volksmobilisierung, die von der Regierung in Caracas angeregt wurde. Es gab eine gute Teilnahme. Der rechte Flügel rief nach der vorangegangenen Niederlage, aber mit viel weniger Präsenz, ebenso zu Mobilisierungen auf, die in mehreren Städten des Landes zu Gewalt führten“.

Erneute Schlappe für den US-Imperialismus

Eine erneute Schlappe für den US-Imperialismus, der die Putschversuche steuert und mit Hilfe der reaktionären Lima-Staatengruppe (1) und der sogenannten Kontaktgruppe, zu der auch die EU gehört, koordiniert. Der Vorsitzende des brasilianischen Sicherheitskabinetts, General Augusto Heleno Ribeiro, kritisierte sofort das Guaidó-Lager wegen überhasteten Vorgehens und mangelnder Organisation. US-Außenminister Mike Pompeo erneuerte gleich darauf die Drohung einer militärischen Intervention auf Venezuela: „Wenn sie nötig ist, dann werden die Vereinigten Staaten das tun". Damit wird eine offene militärische Auseinandersetzung zwischen verschiedenen imperialistischen Ländern heraufbeschworen. Russlands Außenminister Sergei Lawrow warnte vor "schweren Folgen", sollten aggressive Schritte eingeleitet werden.

 

Die Nachrichtenagentur Reuters deckte nun auf, dass der Gründer der privaten Sicherheitsfirma Blackwater (heute Arcadi) dabei sei, eine Privatarmee mit 5.000 Söldnern für den Kampf gegen Venezuelas Regierung zu rekrutieren. Dafür hat er in den vergangenen Monate bei einflussreichen Trump-Unterstützern und bei wohlhabenden Venezolanern im Ausland um Investitionen und politische Unterstützung geworben.

Venezolanische ICOR-Organisation für aktiven Volkswiderstand

Die venezolanische Organisation PS-GdT Plataforma Socialista - Golpe de Timón (Sozialistische Plattform - Kurswechsel), Venezuela, Mitglied der revolutionären Weltorganisation ICOR, erklärt dazu: „In politischer Hinsicht setzt der Imperialismus darauf, Krisen im Land zu erzeugen, indem es sich auf einen Abgeordneten, Juan Guaidó, stützt, der sich selbst auf einem öffentlichen Platz zum Präsidenten ernannt hat. Seit dieser Handlung und durch seine Anerkennung durch mehrere Länder wurde vieles versucht, um Unzufriedenheit auf den Straßen zu erzeugen. Es wurde versucht, die Nationalen Bolivarianischen Streitkräfte zu brechen, gewaltsam über die kolumbianische und brasilianische Grenze Lastwagen mit vermeintlicher humanitärer Hilfe einfahren zu lassen; es wurden drei Mal schwere Angriffe auf das Stromversorgungssystem verübt die jedes Mal einen Stromausfall auslösten (…)

 

Der US-Imperialismus ist der Hauptfeind des venezolanischen Volkes, und wie es die Sprecher des Trump-Regimes sagen: 'Die USA werden nicht tatenlos zusehen'; die Aggressionen werden also weitergehen. In gleicher Weise hat das venezolanische Volk den aktiven Widerstand erklärt: zur Verteidigung seines Vaterlandes, seines Rechtes auf Selbstbestimmung, seiner Souveränität, seiner natürlichen Reichtümer die letztendlich das Ziel derer sind, die sich für die Herren der Welt halten; sie wollen die politische Macht stürzen, das Volk unterwerfen um schließlich seine Reichtümer auszuplündern.“

Vorbereitung Aktionstag

Jetzt muss der Aktionstag mit den Solidaritäts- und Protestaktionen "Hände weg von Venezuela“ weiter vorbereitet werden, Aktionseinheiten geschlossen, Bündnispartner gewonnen werden usw.

Hier geht es zur Erklärung der MLPD zu Venezuela vom 19. März 2019

 

Hier geht es  zur Erklärung der ICOR zu Venezuela vom 6. März 2019!