1. Mai

1. Mai

Noch mehr Berichte und Korrespondenzen von Demo und Kundgebungen

"Rote Fahne News" hat auch noch viele lebendige Berichte und Korrespondenzen zum Internationalen Kampftag der Arbeiterklasse erhalten. Wir stellen sie hier weiter für unsere Leserinnen und Leser zusammen.

Korrespondenzen / gis
Noch mehr Berichte und Korrespondenzen von Demo und Kundgebungen
Rebellinnen am Stand beim 1. Mai in Leipzig (rf-foto)

In Leipzig fanden dieses Jahr am Internationalen Kampftag der Arbeiter insgesamt sechs Demonstrationen bzw. Kundgebungen statt. Die zentrale Maikundgebung des DGB mit dem DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann unter dem Motto „Europa. Jetzt aber richtig!“ fand dieses Jahr in Leipzig statt. An der Demonstration nahmen laut DGB 2.500 Leute teil, auch MLPD, REBELL und das Internationalistische Bündnis waren dabei. Auf dem zentralen Marktplatz stießen die Demonstranten auf weitere 2.000 Menschen, die sich dort an diversen Info-Ständen informieren und organisieren konnten. Die Stände von MLPD, REBELL und dem Internationalistischen Bündnis waren stets umringt von Interessierten, viele Jugendliche prägten das Bild. Bei strahlendem Sonnenschein wurden Wahlzeitungen verteilt und genutzt, um mit den Leuten zu diskutieren, dass die EU als imperialistisches Bündnis bekämpft werden muss und sie weder für Völkerfreundschaft, Solidarität oder gar eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik steht. Stattdessen muss sie revolutionär überwunden werden. Viele Jugendliche zeigten Interesse und wollten wissen, „wie wir uns das mit dem Sozialismus eigentlich genau vorstellen“. Ein junges Mädchen kam schnurstraks auf unseren Stand zu und fragte: „Kann man bei euch mitmachen?“ Sie hat dann direkt eine Mitmachkarte ausgefüllt.

 

In Bremen verging die Zeit am Stand wie im Flug, beständig kamen Menschen verschiedenen Alters interessiert heran, auch einige Jugendliche. Es ergaben sich teils sehr intensive ernsthafte Gespräche mit ihnen und Übereinstimmung damit, dass der Kapitalismus keine Zukunft bietet und es eine starke organisierte Kraft braucht, um eine befreite Gesellschaft zu erreichen. Eine Suche nach einer antikapitalistischen Alternative war hier spürbar; viele Jugendliche werden bewusster! Für die Genehmigung des Stands mussten wir das Motto unterschreiben, "Europa! Jetzt aber richtig!" mit der Begründung, "Wir machen den 1. Mai zum Tag der europäischen Solidarität und wünschen uns, dass Sie den Europabezug in Ihrem Auftritt mit uns aufgreifen." Das haben wir natürlich getan, indem wir unsere volle Solidarität mit den Völkern des Kontinents Europa bekundet haben und uns deshalb auch klar gegen die imperialistische EU aussprechen mit der EU-Armee PESCO und einem Wohlstand für wenige auf dem Rücken vieler, v.a. auch Ländern außerhalb der EU. Parallel zur traditionellen 1. Mai-Demo des DGB fand eine sogenannte "Internationalistische revolutionäre 1. Mai-Kundgebung" statt mit ca. 600 / 900 Teilnehmern (Angaben Polizei / Veranstalter). Diese richtete sich gegen die Gewerkschaften. Wir haben einige Auseinandersetzungen begonnen darüber, dass der Protest gegen das Co-Management der Gewerkschaftsführung mit den Konzernspitzen berechtigt ist, aber dass die Gewerkschaften die starken Kampforganisationen der Arbeiter sein müssen.