Opel

Opel

Von wegen "Sicherheit bis 2023" ... !

Offensiv - Initiative für eine kämpferische gewerkschaftliche Betriebsratsarbeit hat folgendes aktuell veröffentlicht:

Von Offensiv - Initiative für eine kämpferische gewerkschaftliche Betriebsratsarbeit

"Euer Lager ist ja ganz schön, ­ aber ihr seid zu teuer!" So etwa lässt sich das Urteil der PSA-Manager zusammenfassen, die uns vor drei Wochen begutachtet haben. Wundert das irgend jemanden? Wohl eher nicht. Das die auch nach Rekordprofiten den Hals nicht voll haben, wissen wir.

Was jetzt?

Was viele von uns aber wundert ist, wie naiv manche Kollegen in IG Metall und Betriebsrat uns den "Zukunftstarifvertrag" schöngeredet haben. "Dann haben wir Sicherheit und Ruhe bis 2023", hat man uns erzählt, anstatt uns den Vertrag auch mal vor der Abstimmung zu geben. Und was ist jetzt?

 

• Im Juli würde jeder von uns, wie alle Metaller in Deutschland, ein Zusatzgeld von 400 Euro bekommen, sowie nochmal 27,5 Prozent vom Monatslohn, oder wahlweise acht freie Tage. Jedes Jahr. Das alles wird uns genommen bis Mitte 2023.

• Dafür haben wir einen "Kündigungsschutz", der das Papier nicht wert ist, auf dem er steht. Opel kann ausdrücklich jederzeit vor die Einigungsstelle gehen, und sich Kündigungen absegnen lassen. Werden Betriebsteile verkauft und die Kollegen widersprechen dem Übergang, dann entfällt jeder besondere "Kündigungsschutz" sofort. Das spüren die Kollegen im ITEZ Rüsselsheim gerade am eignen Leib. Und wer sagt eigentlich, dass bei uns niemand verkauft wird - ­ an Neovia oder sonstwen?

• Die Werksleitung überlegt ja bereits, Werksschutz und Instandhaltung an Fremdfirmen zu vergeben. Das wäre ein weiterer massiver Einschnitt im Lohnniveau. Aber Opel würde unseren Kollegen dann bestimmt "großzügig" das Abfindungsprogramm öffnen ...

• Aktuell steht die Grundlagen­-Betriebsvereinbarung zur Leiharbeit vor dem Abschluss. Sie würde es Opel erlauben, jederzeit über 30 Leiharbeiter frei zu verfügen, und darüber hinaus weitere zu beantragen. Auf der anderen Seite: nichts, keinen Cent Zugeständnis beim Lohn über den Tarifvertrag zur Leiharbeit hinaus. Die "Mitbestimmung" über die Einigungsstelle hat sich als Illusion gezeigt. Dieser Vereinbarung können wir unmöglich zustimmen! Das Ergebnis wären bald "französische" Verhältnisse wie bei PSA mit bis zu über 50 Prozent Leiharbeitern, die für ein halbes Jahr ausgepresst und dann ersetzt werden.

Das ist Betrug

Dieser "Zukunftstarifvertrag" ist Betrug und muss gekündigt, das Tarifliche Zusatzgeld muss ausgezahlt werden! In Rüsselsheim diskutieren Kollegen und Vertrauensleute schon über einen neuen, konzernweiten Aktionstag! DAS ist der richtige Weg!