Gelsenkirchen

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200 Arbeitsplätze bei ZF in Schalke akut gefährdet

„Erneut gibt es große Sorgen bei den Kollegen von ZF in Gelsenkirchen-Schalke um Arbeitsplätze und Löhne“, informiert Toni Lenz, Sachkundiger Einwohner des überparteilichen Kommunalwahlbündnisses AUF Gelsenkirchen im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Beschäftigungsförderung und Tourismus. 200 Arbeitsplätze will die Geschäftsleitung vernichten, davon 150 in diesem Jahr.

Von AUF Gelsenkirchen

„2018 haben die Kolleginnen und Kollegen mit kämpferischen Aktionen und der Solidarität der Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener einschließlich dem Stadtrat die Schließung des Werks verhindert. Das ist den Bossen in die Knochen gefahren. Nun wird das Zuckerbrot in Form von höheren Abfindungssummen und Rente ab 58 Jahren ausgepackt. Aber die Erpressung folgt auf dem Fuß: wenn das nicht genügend angenommen wird, wird offen entlassen", empört sich Toni Lenz. „Dazu kommt, dass die Löhne gekürzt werden sollen, während ZF gleichzeitig 6,2 Milliarden Euro hat, um den US-Bremsenhersteller Wabco zu kaufen.“

 

Für 2021 wird dann ein „Technologiezentrum“ in Aussicht gestellt. Hier sollen Ingenieurinnen und Ingenieure eingestellt oder hinverlagert werden. „Aber die 200 Arbeitsplätze, vor allem in der Produktion, wären erstmal weg“, resümiert Toni Lenz. „Damit kann keine Gelsenkirchenerin und kann kein Gelsenkirchener einverstanden sein! Wir können nicht zulassen, dass aus Profitgier die Arbeitsplätze unserer Jugend verhökert werden. Dazu sollte auf den Kampferfahrungen von 2018 aufgebaut werden.“