Neckargmünd

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Erster Streik der Belegschaft der SRH Schulen GmbH seit 40 Jahren

„Keine/r schiebt uns weg!“ 8 Prozent mehr Lohn, mindestens 300 Euro, 100 Euro mehr für die Azubis und ein Jahr Laufzeit, so die Forderungen der Belegschaft der SRH Schulen GmbH bei einer kämpferischen Streikaktion.

Korrespondenz aus Heidelberg
Erster Streik der Belegschaft der SRH Schulen GmbH seit 40 Jahren
ver.di-Vertrauensmann Udo Merzinsky spricht vor den SRH-Kollegen auf der Kundgebung in Neckargmünd (rf-foto)

Nach vier Verhandlungsrunden, in deren Rahmen zum Schluss nicht mehr als 3 Prozent angeboten wurden, war klar, dass der Druck, der sich zuvor in fünf lautstarken Mittagspausenaktionen mit offenem Mikrophon geäußert hatte, wesentlich erhöht werden muss. Zirka 70 Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich daher am 7. Mai an einem Warnstreik, dem ersten Streik in der SRH Schulen GmbH in Neckargemünd seit 40 Jahren. Über 100 Kolleginnen und Kollegen nahmen dann an einer kämpferischen Demonstration mit Parolen, Musik und phantasievollen Schildern und Plakaten zum Neckargemünder Marktplatz teil.

Wie kam es zu diesem Streik?

Dort fand eine Kundgebung statt. Hauptredner war Udo Merzinsky, ver.di-Vertrauensmann. Er schilderte anschaulich, wie es zu diesem ersten Streik gekommen ist, und welche Kämpfe ausgefochten werden mussten. Vielfach unterbrochen von zustimmenden Rufen und Zwischenbeifall nahm er dann die Maßnahmen der Gegenseite aufs Korn, als ihr mitgeteilt worden ist, dass gestreikt wird. So wurden Krankmeldungen infrage gestellt und es wurden ärztliche Krankmeldungen verlangt.

Solidaritätsadressen von den Philippinen

In seiner Rede machte Udo Merzinsky auch bekannt, dass philippinische Kolleginnen und Kollegen von Gewerkschaftsorganisationen und vom philippinisch-deutschen Freundschaftsverein „Kapatiran“ drei Solidaritätsadressen geschrieben haben, die im Streiklokal mit deutscher Übersetzung zu sehen seien. Auch das wurde mit großem Beifall bedacht.

 

Eine Delegation der Montagsbewegung Heidelberg überbrachte Solidaritätsgrüße, auch in musikalischer Form, was auf großen Zuspruch stieß. Die Demonstration machte sich auf den Rückweg und endete mit einer Abschlusskundgebung vor dem Haupteingang des Bildungszentrums.

 

Hier geht es zur Solidaritätserklärung der Föderation der Agrararbeiter/innen der Philippinen, UMA!

 

Hier geht es zur Solidaritätserklärung der philippinisch-deutschen Freundschaftsgesellschaft Kapatiran!

 

Hier geht es zur Solidaritätserklärung der Gewerkschaftsbewegung des 1. Mai auf den Philippinen, KMU; aus Manila!