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"Abgasskandal und 'Transformation'"

"Seit 2007 verfolgen deutsche Autokonzerne mit Hilfe der Regierung eine kriminelle Dieselstrategie", so leitet die Kollegenzeitung von für und Kollegen im Bosch-Konzern, Leiharbeiter und Zuliefererfirmen "Hochdruck&Zündstoff" einen Artikel der aktuellen Ausgabe ein.

Aus Kollegenzeitung "Hochdruck & Zündstoff"

Weiter schreiben die Kolleginnen und Kollegen: "Sie ließen Autos zu, welche Umwelt, Gesundheit gefährden und mehr Sprit verbrauchen. Die Dieselstrategie der deutschen Autokonzerne, mit Bosch als Zulieferer den Weltmarkt aufzurollen, ist gescheitert. Wer ist schuld an den Fahrverboten? Sind es die Umweltschützer? Nein, die Autokonzerne haben betrogen.

 

Mit der 'Transformation' zu Elektroautos wird von Regierung, Konzernen und Gewerkschaftsspitzen ein neuer Betrug aufgelegt. Diese 'Transformation', eine ökologisch und soziale Umwandlung, ist eine Illusion. Der Vorstand der IG Metall verbreitet die Illusion, zusammen mit den Kapitalisten könnten Krisen, die unvermeidlich im Kapitalismus immer wieder auftreten, im Interesse der Beschäftigten mitgestaltet und sozial bewältigt werden. Aber das Interesse der Kapitalisten ist es Maximalprofit zu erzielen und steht im Gegensatz zu den Interessen der Beschäftigten an Arbeitsplätzen und zu guten Lebensbedingungen.

 

Nur mit dem Kampf für Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich und im Umweltschutz können Arbeitsplätze geschaffen werden. Die drohende Umweltkatastrophe abzuwenden, erfordert eine schnellstmögliche Umstellung von Verbrenner-Autos auf Verkehrssysteme mit erneuerbaren Energien und Kreislaufwirtschaft.

 

Bei einer wirklichen Transformation zu einer umwelt- und menschengerechten Welt muss die Profitwirtschaft angegriffen werden, um sie revolutionär zu überwinden."