Celenus-Kliniken

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"Gelernt, dass es sich zu kämpfen lohnt"

Jacqueline Althaus, eine der kämpferischen Kolleginnen, die bei Celenus für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen gestreikt hat, hatte am 1. Mai einen Beitrag in Mühlhausen auf der Kundgebung des DGB gehalten.

Korrespondenz aus Frankfurt am Main

Sie bedankte sich für die große Solidarität, die die Belegschaft erlebt hat und mit der sie den 202 Tage dauernden Streik durchhalten konnten.

 

Die MLPD hat die kämpferischen Kolleginnen und Kollegen in ihrem Kampf begleitet und sie solidarisch unterstützt (siehe Rote Fahne News). Am 1. Mai hatte die MLPD in Mühlhausen einen Stand auf dem Kundgebungsplatz. Dabei gab es die Gelegenheit für ein kurzes Interview mit Jacqueline Althaus.

 

Wie geht es euch nach dem Abschluss des Streiks und welche Lehren zieht ihr?

 

Wir freuen uns sehr über die Vereinbarung mit ver.di, vor allem für die Kolleginnen, die durch Abmahnungen, Aussperrungen und Kündigungen in ihrer Existenz bedroht waren.

 

Wir konnten uns darauf einigen, dass jetzt alle in der Klinik weiterarbeiten können. Durch den schon jahrelang bestehenden Konflikt gab es einen großen Zusammenhalt. Nur deswegen konnten wir die vielen Streiktage durchhalten.

 

Gelernt haben wir auf alle Fälle, dass es sich lohnt, zu kämpfen. Anerkennende Löhne sollten zur Selbstverständlichkeit werden. Die Lohnspanne zwischen Ost und West ist nach 30 Jahren nicht akzeptabel. Das Gesundheitswesen gehört in die kommunale Hand.

 

Vielen Dank für eure Solidarität.