Automobilindustrie

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„Sonnenkönig“ Ghosn feierte in Versailles

Monatelang saß er in japanischen Gefängnissen hinter Gittern, der Ex-Chef von Renault-Nissan, Carlos Ghosn.

Korrespondenz aus Paris

Die bürgerlichen Journalisten vergossen monatelang Krokodilstränen. Doch so mancher wird gedacht haben, dass es einem solchen Erzreaktionär wie Ghosn eine „harte Gerichtsbarkeit“ ganz gut tut.

 

Auch wenn es hier nicht um gerechte Strafe ging - sondern eher um Konkurrenz innerhalb des Konzerns von Seiten Nissans; was sind schon die paar Monate hinter Gittern gegen das, was dieser Ausbeuter den Renault- und Nissan-Belegschaften im Konzern und bei den Zulieferern antut? Was sind schon ein paar Monate gegen die Vergiftung der Umwelt und der Menschen mit einer veralteten Antriebstechnik?

Fete für läppische 634.000 Euro

Ein sensationelles Video zeigt den Lebensstil solcher Typen wie Ghosn: 2014 feierte der Autochef seinen 60. Geburtstag im großen Stil. Das Schloss Versailles bei Paris war dem Renault-“Sonnenkönig“ gerade gut genug. Die Fete stieg mit entsprechendem Outfit und Feuerwerk - für läppische 634.000 Euro.

 

Was sind schon ein paar Monate Gefängnis gegen die jahrzehntelange Ausbeutung, mit der solche Herrn wie Ghosn solche Summen aus den Arbeiterinnen und Arbeitern herauspressen?

 

Diesen Herren den Kampf ansagen, dazu will die Internationale Automobilarbeiterkonferenz Anfang 2020 beitragen.

 

Hier ein Bericht von France 24 Englisch über die Ghosn-Feier in Versailles

 

 

 

Hier gibt es mehr Infos über die 2. Internationale Automobilarbeiterkonferenz in Südafrika!