Argumente zur Europawahl

Argumente zur Europawahl

Länderübergreifender Kampf der Stahlarbeiter herausgefordert

Am 10. Mai gab der Thyssenkrupp-Vorstand die Aufgabe der Fusionspläne mit Tata-Steel bekannt.

Von MLPD

Das ist die zweite Fusion nach Alstom/Siemens, der die EU-Wettbewerbskommissarin die Zustimmung verweigert. Hierbei spielen sicherlich machtpolitische Interessen des EU-Imperialismus eine Rolle und es soll verhindert werden, dass der imperialistische Aufsteiger Indien nicht zu viel Einfluss und Marktanteile in der Stahlproduktion erhält.

 

Stattdessen favorisieren die führenden EU-Imperialisten Fusionen und Firmenübernahmen innerhalb Europas. Gleichzeitig ist der Zugriff auf eine eigene europäische Stahlproduktion für die Aufrüstungspläne der EU von großer Bedeutung. Das könnte der Forderung nach einer Fusion mit Salzgitter zur „Deutschen Stahl AG“ neuen Aufwind geben.

"Zukunftsvertrag" Makulatur

Die Ankündigung der Vernichtung von 6.000 Arbeitsplätzen ließ an den Börsen die Sektkorken knallen! Die Thyssenkrupp-Aktie stieg um fast 30 Prozent. Das zeigt die ganze Menschenverachtung des Kapitalismus, wo nur der Profit zählt – auf Kosten der Menschen und der Umwelt.

 

Dieser Vorgang macht auch deutlich: Die sogenannte „soziale EU“ ist eine Illusion und eine Täuschung der Wählerinnen und Wähler. Mit dem Ende der Fusion ist auch der "Zukunftsvertrag" zur Abdämpfung der Folgen der Stahlfusion mit der IG Metall Makulatur. Thyssenkrupp-Arbeitsdirektor Oliver Burkhard, früherer NRW-Bezirksleiter der IG Metall, schloss „betriebsbedingte Kündigungen“ nicht mehr aus.

Hintergrund: krisenhafte Entwicklung des Imperialismus

Die krisenhafte Entwicklung des Imperialismus verschärft die Konkurrenz zwischen den Monopolen und zwischen den einzelnen imperialistischen Ländern und Gruppierungen – auf wirtschaftlichem, politischem und auch militärischem Gebiet.

 

Es wird Zeit, dass ein System, das nur noch im Krisenmodus existiert, überwunden und die kapitalistische Ausbeutung von Mensch und Natur beseitigt wird!

Belegschaften herausgefordert

Die Arbeiterinnen und Arbeiter bei Thyssenkrupp sind jetzt herausgefordert, gemeinsam die Krisenpläne des Vorstandes zu bekämpfen und sich dabei länderübergreifend zusammenzuschließen. Die Koordinierung der länderübergreifenden Kämpfe und die Organisierung der Solidarität ist jetzt die richtige Antwort.

 

Dazu ist die Stärkung der Arbeiterplattform des Internationalistischen Bündnisses, das als Internationalistische Liste / MLPD zu den Europawahlen kandidiert, ein wichtiger Schritt.