Grußworte

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Es wird dieses Jahr ein besonderes Pfingstjugendtreffen

"Ich freue mich, für die MLPD und zusammen mit anderen, die Schirmherrschaft für das Internationale Pfingstjugendtreffen übernehmen zu können", so Gabi Fechtner in ihrem Grußwort an das 19. Internationale Pfingstjugendtreffen. Wir dokumentieren Ihr Grußwort und weitere. Gabi Fechtner geht darauf ein, dass es ein besonderes Pfingstjugendtreffen sein wird.

... "Denn genau vor einem Jahr fand zur gleichen Zeit, am gleichen Ort das Rebellische Musikfestival statt. Dieses Musikfestival wurde damals massiv unterdrückt von Teilen des Staatsapparates und der Polizei in Thüringen. Das war sozusagen Teil der Rechtsentwicklung der Regierung und der bürgerlichen Parteien, dass sie versucht haben, ein solches selbstorganisiertes und weltanschaulich offenes Festival zu verbieten oder mit Repressionen zu belegen.

 

Aber sie sind damit nicht durchgekommen, und es war ein großer Sieg, dass dieses Musikfestival vor einem Jahr erfolgreich stattgefunden hat.

 

Lasst uns also jetzt, ein Jahr später, deutlich machen: Diese rebellische Jugendbewegung, die Leute, die sich gegen die Rechtsentwicklung der Regierung zusammenschließen, die sind seither noch stärker geworden. Sie konnten weder eingeschüchtert, noch von den Menschen isoliert werden. Sondern es entwickelt sich hier eine wichtige Bewegung, die auch in der Rebellion der Jugend, zum Beispiel mit Millionen Beteiligten an Fridays for Future, noch eine neue Breite bekommen hat und sich weiterentwickelt. Wir werden das auf dem Pfingstjugendtreffen zum Ausdruck bringen, uns austauschen und die weitere Arbeit beraten.

 

Die MLPD wird dabei den echten Sozialismus einbringen, als gesellschaftliche Alternative. Natürlich ist das Pfingstjugendtreffen überparteilich, es machen verschiedenste Strömungen und Kräfte mit. Vielleicht ist auch nicht jeder schon politisch aktiv. Aber es ist eben gut, dass es eine weltanschauliche Offenheit gibt, mit der man auch über die Fragen des Sozialismus diskutieren kann. Das wird ja in den bürgerlichen Medien mit dem modernen Antikommunismus massiv unterdrückt und kann in dieser Form gar nicht stattfinden.

 
Natürlich ist es auch ein Pfingstjugendtreffen der Kultur, der Musik, des Feierns. Und es wird sicherlich gut deutlich werden, dass Kultur nicht das ist, was die Herrschenden uns immer so darbieten: Eine Kultur also wo du vor allem immer an dich selber denken sollst. Wo du von der gesellschaftlichen Realität abschalten, oder eben mit Ellbogen durchs Leben gehen sollst. Dagegen steht das Pfingstjugendtreffeb für Feiern, Zusammenhalt und Internationalismus, für Kultur, Sport und Freizeit. Dasstärkt uns für den gemeinsamen Kampf. Und in diesem Sinne wird das Pfingstjugendtreffen auch hier eine ganz tolle Sachen werden.

 
Werdet also aktiv! Lasst uns dieses Pfingstjugendtreffen zu einem richtig großen Gemeinschaftsprojekt machen. Beteiligt euch an den Gemeinschaftsaufgaben. Tragt dazu bei, Bands einzuladen. Tragt dazu bei, die Sportturniere vorzubereiten, viele Mannschaften zu gewinnen. Tragt dazu bei, die Rebellion der Jugend in verschiedenen Veranstaltungen und Gesprächsrunden zum Ausdruck zu bringen. Auch die MLPD wird sich nach Kräften einbringen und ihr Know-how zur Verfügung stellen.


Ich freue mich auf jeden Fall auf Pfingsten. Bis dahin in Truckenthal."

Der Seenotretter Friedhold Ulonska freut sich über die Unterstützung und schreibt:

 

"Liebe Teilnehmer*innen des Pfingstjugendtreffens,

 

Die privaten Seenot-Retter, wie wir genannt werden, haben seit 2016 weit mehr als 100.000 Menschen vor dem Ertrinken gerettet. Ich selbst konnte als Kapitän oder Erster Offizier auf Schiffen von Sea-Eye, Sea-Watch und Mission fast 4.000 Menschen helfen. Für uns ist diese Hilfe für Menschen in Seenot eine selbstverständliche Pflicht. Wir bräuchten dafür keine gesetzliche Vorschrift, wie wir sie im Seerecht finden.

 

Doch seit 2017 behindern die Staaten Europas unsere Arbeit, wo es nur geht. Italien verbietet uns das Einlaufen, und sei es nur zum Tanken. Schiffe wie die Sea Watch 3 werden monatelang ohne Angabe von Gründen am Auslaufen gehindert. Dutzendfach werden wir zum Gegenstand staatsanwaltlicher Ermittlungen, die bislang – Gott sei Dank – immer als unbegründet eingestellt wurden.

 

Der Grund: Europa schottet sich ab. Um den Preis, das Menschen ertrinken. Um den Preis, dass man Milizen und Banden wie die sogenannte libysche Küstenwache finanziert, um verzweifelte Flüchtende von unserem Kontinent fernzuhalten. Um den Preis, dass diese armen Menschen in Lagern gehalten werden, in denen sogar nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes KZ-ähnliche Zustände herrschen. Um den Preis unserer europäischen Werte.

 

Das alles für ein paar Wählerstimmen. Ein Populismus macht sich breit, der Sündenböcke braucht – 2019 sind es Flüchtende. Dieser Populismus, der sich momentan vielleicht am stärksten in Italien zeigt – aber auch in Deutschland nicht zu übersehen ist – bereitet den Boden für einen neuen Faschismus. Diese Haltung ist ein Geschwür in unserer Gesellschaft. Ein Geschwür, das umso schneller wuchert, je mehr Vorbild-Figuren sich davon anstecken lassen. Es ist ein Geschwür, das wir bekämpfen müssen. Und zwar bekämpfen wie Krebs, nicht wie Nasenbluten.

 

Ich freue mich, dass ihr helft, diesen Kampf zu führen. Politiker richten ihre Fahnen nach dem Wind, das können wir nicht ändern – Politiker sind halt so. Was wir ändern können, ist der Wind: Sorgen wir dafür, dass er sich dreht. Sorgen wir dafür, dass der kalte Wind aus Hass, Fremdenfeindlichkeit und Egoismus weggeblasen wird von einer warmen, steifen Brise aus Solidarität, Anteilnahme und Hilfsbereitschaft. Geben wir den Fahnen unserer Politiker eine neue Richtung!

 

Dazu brauchen wir jeden. Uns Ältere mit unserer Erfahrung – aber besonders Euch junge Leute mit Eurer jugendlichen Kraft und Entschlossenheit. Gemeinsam können wir es schaffen, Europa vor einer Herrschaft der Populisten und Faschisten zu bewahren.

 

Ich wünsche Eurem Treffen Mut und Power – und vergesst nicht: Wir zählen auf Euch!"

"Ein internationalistisches Festival der internationalen Solidarität genau hier anzubieten, mit Spiel, Sport, Musik und politischer Bildung ist großartig", ...

... schreibt Dr. Johanna Scheringer-Wright, MdL Thüringen, Sprecherin für Regionale Entwicklung der Fraktion DIE LINKE und Mitglied im Parteivorstand DIE LINKE. Und weiter:

 

"Ich freue mich, dass das 19. Internationale Pfingst-Jugendtreffen als überparteiliches Forum von Jugendgruppen aus aller Welt und den verschiedensten thematischen Bereichen – von Friedensbewegung bis Umweltaktivisten – dieses Mal in Truckenthal in Thüringen stattfindet.

 

Nicht zuletzt die Ergebnisse der EU-Wahlen haben gezeigt: die Rechten sind in der Offensive und das linke Lager ist in der ganzen EU geschwächt. Linke und kommunistische Parteien haben Stimmen verloren, rechte und faschistoide Parteien und Wählergruppen dagegen gewonnen. Dass auch konservative Parteien, wie die CSU/CDU den Themen der AfD hinterherhecheln und somit den Rechtsruck in diesem Land verstärken an Stimmen eingebüßt haben, darf uns über die ernste Lage nicht hinwegtäuschen.

 

Dass gerade die Jugend mit solchen Festivals, wie dem 19. Internationalen Pfingstjugendtreffen überall in Deutschland, sich gegen diesen Rechtsruck stellt ist mutig und unverzichtbar. Es freut mich besonders, dass eines dieser Pfingstjugendtreffen in Südthüringen stattfindet. Denn gerade in dieser Region machen sich rechte Kräfte besonders breit – angefangen von eingefleischtem Neonazi und deren Nazikonzerten bis zur AfD. Ein internationalistisches Festival der internationalen Solidarität genau hier in dieser Region anzubieten, mit Spiel, Sport, Musik und politischer Bildung ist großartig! Ich wünsche dem überparteilichem internationalen Pfingstjugendfest eine riesengroße Teilnehmerschaft und allen von ganzem Herzen viel Spaß und Erfolg."

 „Als Flüchtling aus Afrika unterstütze ich gerne das 19. Internationale Pfingstjugendtreffen mit seinen verschiedenen Aktivitäten“,

... schreibt Alassa Mfouapon. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind besonders empört, dass die Behörden dem bekannten Flüchtlingsaktivisten den Besuch des Jugendtreffen untersagt haben Alassa Mfouapon schreibt ihnen weiter:

 

"Als Schirmherr möchte ich gerne auf die Veranstaltung/Tribunal/ Podiumsdiskussion des Freundeskreis Alassa gegen die Flüchtlingspolitik der Regierung in Deutschland aber auch in anderen europäischen Staaten wie in Ungarn unter Orban oder in Italien unter Salvini aufmerksam machen. Die Flüchtlinge haben ein Recht auf Flucht, haben ein Recht auf eine humanitäre und menschliche Behandlung. Wir sind keine Kriminelle, wir sind Flüchtlinge. Die Fluchtursachen sollten bekämpft werden und nicht wir Flüchtlinge mit unseren Familien.“