Uni Erlangen

Uni Erlangen

Obskure Methoden der "Linksextremismus"-Forschung

Mitarbeiter der Universität Erlangen haben verschiedene öffentlich bekannte E-Mail-Adressen von MLPD-Ortsadressen oder -Geschäftsstellen angeschrieben, mit der Bitte, sich an einer anonymen Umfrage zu beteiligen.

Von ms

Was unter der Flagge scheinbar objektiver Forschung daherkommt, verfolgt in Wirklichkeit antikommunistische Zwecke. Im Zuge der antikommunistisch ausgerichteten "Linksextremismus"-Forschung wollen die Macher der Umfrage gezielt an Informationen über die MLPD, ihre Mitglieder und Funktionäre herankommen.

Gezielte Ausspitzelung von Meinungen und persönlichen Daten

So werden dabei unter anderem Fragen zum familiären Background, zu Einkommensverhältnissen, Schulabschluss, Größe der Stadt, politischer Aktivität usw. gestellt. Man wird dann gefragt, wie man zum System steht, zu revolutionären Bewegungen, zum Kommunismus usw. Man soll sich einordnen, wo man steht, zwischen extrem links und extrem rechts. Schließlich wollen die Fragesteller wissen, inwieweit man es für richtig hält, Gewalt als Mittel für politische Ziele und Überzeugungen einzusetzen, ob man schon mal zur Polizei Kontakt hatte, oder ob es solche Erfahrungen im Umfeld gibt.

 

Solche Umfragen dienen in erster Linie dazu, antikommunistische Vorbehalte - wie sie vor allem vom Geheimdienst "Verfassungsschutz" und der von ihm maßgeblich koordinierten "Linksextremismus"-Forschung gestreut werden - zu bestätigen bzw. zu untermauern. Es gibt keinerlei Grund, sich daran zu beteiligen und das damit noch zu unterstützen.