19. Internationales Pfingstjugendtreffen

19. Internationales Pfingstjugendtreffen

Sonneberg: Endspurt in der Vorbereitung

Kurz vor Beginn des Pfingstjugendtreffens haben wir, junge Genossinnen, Genossen, Rebellinnen und Rebellen sowie Rotfüchse aus Bonn und Hagen, ein rebellisches Wochenende in Sonneberg - ganz in der Nähe des Veranstaltungsorts Truckenthal - verbracht.

Korrespondenz
Sonneberg: Endspurt in der Vorbereitung
Eine ganz starke Truppe ... (rf-foto)

Nachdem wir Freitagabends im Thüringer Wald ankamen, haben wir uns erst mal gestärkt und beraten, wie wir den nächsten Tag angehen. Wir hatten das Ziel, eine Mannschaft für das Fußballturnier zu gewinnen, Werbung für die Zukunftsdemo zu machen, eine Thüringer Band zu gewinnen, bestehende Kontakte und Interessierte zu besuchen und einzuladen.

Frühsport und Workshop

Nachdem wir uns mit Frühsport fit für den Tag gemacht haben, fuhren wir vom Ferienpark Thüringer Wald nach Sonneberg und haben in einem kleinen Workshop geübt, wie wir überzeugend für das Pfingstjugendtreffen auftreten.

 

Die Interessen waren vielfältig: Der eine interessiert sich für die Fridays-for-Future-Bewegung, während der andere beim Fußballturnier mitmachen möchte. Besonders auf Zustimmung traf der Gedanke der Zukunftsdemo, bei der die verschiedenen Anliegen gegen die Rechtsentwicklung der Regierung zusammenkommen. Dazu zählte insbesondere, dass es genügend Ausbildungsplätze und eine sichere Übernahme geben muss.

Fußballturnier Stadtgespräch

Mehrere Läden legten die Flyer aus und hängten Plakate in ihre Schaufenster. Damit wirklich niemand am Pfingstjugendtreffen vorbeikommt, haben wir noch etliche Plakate und Aufkleber geklebt.

 

Nach dem Mittagessen besuchte wir Kontakte, um sie für das Fußball-Training um 15.30 Uhr einzuladen. Dabei haben wir gemerkt, dass das Pfingstjugendtreffen bereits Stadgespräch im Stadtteil Wolkenrasen ist - viele sich aber noch kein Tickets gekauft haben. Es gelang uns, drei Aufbauhelfer und vier Teilnehmer zu gewinnen.

Highlight: Gemeinsames Fußballspielen

Das Highlight des Tages war dann das gemeinsame Fußballspiel, bei dem die Mannschaften international zusammengesetzt waren. Bei schönem Sonnenschein und bei 27 Grad trainierten wir, lernten uns besser kennen und wuchsen zusammen. Wenn alles klappt, wird es zwei Kinder- und eine Jugendmannschaft aus Sonneberg geben. Als erste praktische Tat säuberten wir noch den Sportplatz von Müll und Scherben.

 

Zwei Flüchtlinge berichteten, dass ihnen der Sport und das Zusammensein gut tun, aber ihre Fähigkeiten in Sonneberg ansonsten wenig gefördert werden. Die Frage, wo man eigentlich mit seinem Leben hin will und was man mit seiner Zeit anfängt, brach auf, und genau deshalb müssen wir das auf dem Pfingstjugendtreffen auch diskutieren: wie wir organisiert kämpfen, um gegen eine solche Perspektivlosigkeit vorzugehen.

Viel gelernt

Nachdem wir gehört hatten, dass noch eine Thüringer Band für das Abendprogramm gesucht wird, machte wir uns auf den Weg zum Paradiesvogelfestival, das in der Nähe stattfand. Wir vereinbarten mit den Veranstaltern eine Kooperation, um den linken Pol in Thüringen zu stärken. Auf dem Festival konnten wir dann noch Plakate aushängen und Flyer verteilen und wir erhielten Kontaktdaten von vier weiteren lokalen Bands, die wir direkt anschrieben.

 

Alles in allem war das Wochenende ein Erfolg und wir haben viel gelernt. Vom Plakatieren übers Ansprechen bis zur Kontaktbetreuung und Bündnisarbeit. Wichtig wäre, den Einsatz früher zu planen und solche Einsätze auch kontinuierlich fortzusetzen, um langfristige Erfolge zu erzielen.