"Vortrieb"

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Gabi Fechtner zur Bergarbeiterdemo in Bottrop

Der „Vortrieb“, Zeitung der Bergarbeiterbewegung in Deutschland, dokumentiert in seiner aktuellen Ausgabe ein Statement von Gabi Fechtner, Parteivorsitzende der MLPD, auf der Bergarbeiterdemonstration am 11. Juni in Bottrop.

Aus Kollegenzeitung „Vortrieb“
Gabi Fechtner zur Bergarbeiterdemo in Bottrop
(rf-foto)

„Glückwunsch zur von den Kumpels selbst organisierten Demonstration. Für die MLPD als revolutionäre Arbeiterpartei ist Arbeitersolidarität selbstverständlich. Dafür beziehen wir mit Plakaten und Fahnen Position. Wir sind gegen Parteipolitik, die ‚hintenrum‘ stattfindet. Soll doch jeder wissen, wofür der andere steht. Dieser Kampf ist eine hochpolitische Sache: Die bürgerliche Politik von CDU, SPD, FDP und Grünen hat den Abgesang auf die Bergleute mitgemacht. Sie hat die Lüge vom ‘Keiner fällt ins Bergfreie‘ verbreitet.

 

Die MLPD ist seit Jahrzehnten kämpferischer Teil der Bergarbeiterbewegung. Weder kommt sie ‚erst jetzt an‘, noch hat sie die Interessen der Arbeiter fallen lassen. Sie hatte Betriebsgruppen auf allen Zechen in Deutschland und schon vor Jahren alle Schweinereien der RAG aufgedeckt. Sie hat manchen Kampf organisiert, kann Erfahrungen aus Streiks zur Verfügung stellen. Überparteilichkeit heißt eben nicht ‚keine Parteien‘. Sondern gleichberechtigt über unterschiedliche parteipolitische Positionen hinweg zusammenzuarbeiten. Und das ist wohl angesichts der Situation nötig!


Wenn die anderen Parteien sich nicht solidarisieren, bestätigt das nur ihre Politik: Erst ‚Danke Kumpel‘ und dann der Tritt in den Hintern. Wenn die MLPD bei Kämpfen dabei ist, kann sich der Kumpel und jeder andere Arbeiter sicher sein: Wir missbrauchen nichts für persönliche Zwecke. Aber wir können als bundesweite schlagkräftige Partei den gemeinsamen Kampf mit der Bevölkerung, anderen Belegschaften, der Umweltbewegung und der Jugend organisieren. Wenn sich grundsätzlich was für die Arbeiterklasse und die Zukunft der Jugend ändern soll, muss man auch politisch kämpfen. Und zwar gegen die kapitalistische Gesellschaft, die nach Profit und nicht nach Menschen und Natur ausgerichtet ist. In diesem Sinne freue ich mich auf weitere gemeinsame Kämpfe! Glück Auf.“