Achim Czylwick Diese kalkulierte Politik der verbrannten Erde ist Teil des vom Monopolverband BDI geforderten Endes der sozialen Zugeständnisse und Umweltstandards. Klartext

Klartext

Achim Czylwick

Achim Czylwick spricht Klartext

Der Abgesang vom Abgesang

Die Demonstration am 15. Juni in Bottrop setzte den Weg zu einer breiten Widerstandsfront gegen die brutalen Angriffe der Ruhrkohle AG auf die Rechte der Bergleute und die Menschen im Revier fort. Es war schon die dritte kämpferische Aktion gegen die Entlassung von 200 Kumpel, denen die RAG die Übernahme in die Anpassung verweigert. Und gegen die begonnene Flutung der Zechen, mit der dieses Monopol mutwillig die Kontaminierung des Grundwassers mit den unter Tage lagernden Giftstoffen wie PCB in Kauf nimmt.

 

Diese kalkulierte Politik der verbrannten Erde ist Teil des vom Monopolverband BDI geforderten Endes der sozialen Zugeständnisse und Umweltstandards. Er fordert eine Umverteilung zur Finanzierung gewaltiger Steuererleichterungen für die Konzerne. Die RAG hat sich aber verrechnet, wenn sie denkt, diese Politik als erstes an den Bergleuten ausprobieren zu können. Dass die bürgerlichen Parteien diese Politik unterstützen, war zu erwarten. Dass dies auch die IG-BCE-Führung um das SPD-Mitglied Michael Vassiliadis tut, ist offener Verrat. Damit ist klar, wie die Fronten verlaufen.

Diese kalkulierte Politik der verbrannten Erde ist Teil des vom Monopolverband BDI geforderten Endes der sozialen Zugeständnisse und Umweltstandards. Achim Czylwick, Mitglied des Zentralkomitees der MLPD

Das war auch den 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf der sehr kämpferischen Demonstration in Bottrop vor Augen. Sie hatten das Bewusstsein, wie bei einem Eisberg die sichtbare Spitze einer neuen breiten Widerstandsbewegung zu sein. Sie verkörperten die Solidarität von Tausenden im Revier. Von betroffenen Kumpel mit ihren Familien und betrogenen Rentnern, von den Arbeitern aus anderen Betrieben, von Umweltinitiativen, von kommunalpolitischen Bündnissen, der Tierschutzpartei bis hin zur MLPD. Sie wurden auch mit den systematisch verbreiteten antikommunistischen Vorbehalten gegen die MLPD fertig. Das Bewusstsein ist gewachsen, dass es ohne revolutionäre Kraft keinen Kampf geben kann, der nicht wieder in sinnlosen Sozialplänen und neuen parlamentarischen Hoffnungen versackt.

 

Die Politik der verbrannten Erde, wie sie die RAG betreibt, muss mit einer breiten Gegenbewegung bekämpft werden. Die bisherigen Demonstrationen und die Bottroper Erklärung bringen das selbstbewusst zum Ausdruck: „Wir geben nicht auf, sondern machen volle Pulle weiter. Wir haben nichts zu verlieren – wir können nur gewinnen! … Auch heute ist Streik eine scharfe Waffe und die Antwort, die die RAG braucht.“

 

Es geht um den Bergbau, und es geht um viel mehr. Schon hat Thyssenkrupp nach der gescheiterten Fusion mit Tata angekündigt, auch bei Stahl betriebsbedingte Kündigungen nicht auszuschließen. Sie seien gewarnt. Die kämpferischen Kumpel zeigen, dass Totgesagte oft länger leben, als man glaubt. Die Arbeiter-, Volks- und Umweltbewegung macht aus dem Abgesang der RAG und der bürgerlichen Parteien auf den Kohlebergbau und dessen kämpferische Traditionen einen Angesang für eine entschlossene, weiter wachsende kämpferische Widerstandsbewegung. Eine Bewegung, die zum aktiven Widerstand gegen jede Art von Monopolpolitik bereit ist und sich dazu weiter zusammenfinden wird.

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