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Friday for Future: Ein Transparent macht Furore

Wir, darunter Mitglieder der Umweltgruppe der MLPD Hamburg, wurden am Freitag, 14. Juni, von vielen der ca. 1500 auf dem Gänsemarkt versammelten Schülerinnen und Schüler mit unserem neuen Transparent begrüßt. "Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft!" steht da.

Korrespondenz
Friday for Future: Ein Transparent macht Furore
Transparent der Umweltgruppe der MLPD Hamburg (rf-foto)

Darunter eine Fotomontage, die vor allem die notwendige Einheit der Fridays-for-Future-Bewegung (Jugendliche einschließlich Greta Thunberg) mit der Arbeiterbewegung (eine junge Bergarbeiterin und viele demonstrierende Arbeiter) zum Ausdruck bringt. Und als Orientierung deutlich sichtbar das Buch: "Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?"

Unpolitische Versammlung?

Doch die Unterschrift des Transparents – "Umweltgruppe der MLPD Hamburg" – passte einer Ordnerin von „Parents for Future“ nicht. Fridays for Future sei eine „unpolitische Versammlung“, weshalb keine Werbung für die MLPD gemacht werden dürfe. Wir erklärten in aller Ruhe, dass die Schülerinnen und Schüler hier hervorragende politische Forderungen auf ihren Schildern mittragen. Hier gehe es schließlich um das erkämpfte Recht auf Meinungsfreiheit und es sei doch für die Schülerinnen und Schüler gut zu wissen, wer sie unterstützt.

 

Sie: „Es geht nicht um die MLPD, wir würden jede Partei hier wegjagen. Sie alle müssen wissen, dass sie nur als Mensch und nicht als Politiker willkommen sind.“ Wir: „Ist es nicht eher so, dass CDU und SPD für ihre Umweltpolitik hier zu Recht ausgepfiffen würden? Und höchstwahrscheinlich auch die Grünen, die gerade in Hamburg gezeigt haben und zeigen, dass sie für ein Mitregieren im Senat alle umweltpolitischen Hemmungen fallen lassen. Die MLPD aber steht von Anfang an konsequent an der Seite einer kämpferischen Umweltbewegung. Und sie hier rausdrängen zu wollen, ist letztlich Antikommunismus.“

Einladung zur Diskussion angenommen

Die Debatte erregte langsam Aufsehen. Vier weitere - nun jugendliche - Ordnerinnen und Ordner wurden aufgeboten. Das Transparent sei klasse. Als Kompromiss schlug einer vor, das Wort MLPD mit Tesakrepp zu überkleben. MLPD würde dann trotzdem durchscheinen und der Auflage (von wem eigentlich, das wusste so recht keiner) wäre Genüge getan. Auch meinte einer von ihnen: Das sollten wir doch nicht hier diskutieren, sondern uns einmal im Vorfeld mit den Verantwortlichen treffen. Dazu erklärten wir uns gerne bereit.

 

Wir trennten uns freundlich. Wir und unser hochgehaltenes Transparent blieben vor Ort. Die anschließende Demonstration um die Binnenalster schwoll bis zum Rathausplatz auf 6000 Menschen an.