Darmstadt

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Spannender Philosophieabend „Marxismus und Ökologie“

In Darmstadt gibt es seit längerem monatlich Philosophieabende im Halkevi-Volkshaus, einem Treffpunkt für Migranten, vor allem aus der Türkei und Kurdistan. Die Themenschwerpunkte sind aus Philosophie, Politischer Ökonomie und Geschichte.

Korrespondenz

Seit längerem gibt es den Wunsch, die Umweltfrage vom marxistischen Standpunkt aus zu behandeln. Der Vortragende, Dr. Detlef Rohm, stellte ausgehend von einer kritischen Betrachtung des in der Regel sehr eingeengten Begriffs von Ökologie in seinem Vortrag „Marxismus und Ökologie“ den wissenschaftlichen marxistischen Naturbegriff vor.

"Folgen wir den Vätern der marxistischen Ökologie!"

Grundlage dazu war das Buch „Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?" von Stefan Engel. Er legte dar, warum dieser allseitige dialektisch-materialistische Naturbegriff notwendig ist und wohin die idealistisch-metaphysische Naturauffassung führt: sie verharmlost die Umweltkrise, leugnet die Ursache der Umweltzerstörung in der kapitalistischen Produktionsweise und führt in der Praxis auch zur Zersplitterung der Umweltbewegung.

 

Mit vielen Zitaten aus dem Buch wurden die dialektische Einheit von Mensch und Natur, die grundlegende Einheit von Arbeit und Natur ausführlich behandelt, ebenso die Notwendigkeit der Ersetzung der kapitalistischen durch die sozialistische Produktionsweise. Ausgehend von der Umweltkrise als Gesetzmäßigkeit und den Hauptmerkmalen und Hauptfaktoren des beschleunigten Übergangs in eine globale Umweltkatastrophe wurde begründet, dass die Umweltfrage ein wesentlicher Bestandteil des Klassenkampfes geworden ist, und der Imperialismus revolutionär überwunden werden muss.

 

Der Vortrag endete mit dem Aufruf: „Folgen wir Karl Marx und Friedrich Engels, den Vätern der marxistischen Ökologie, und nehmen wir unsere Verantwortung wahr! Ohne Lösung der Umweltfrage keine Zukunft für die Menschheit! Jeder Umweltkämpfer braucht das Buch 'Katastrophenalarm!' ...“

Wie kann es zu einer revolutionären Veränderung kommen?

Daran schloss sich eine ausführliche Diskussion des nicht ganz einfachen Stoffes an, der von den Besucherinnen und Besuchern begeistert aufgenommen wurde. Besonders beeindruckte, dass Marx und Engels die ökologische Frage schon so gründlich und grundlegend wissenschaftlich bearbeitet haben. Die Diskussion drehte sich stark darum, wie es zu einer revolutionären Veränderung kommen kann, welche Rolle die marxistisch-leninistischen Kräfte einnehmen müssen.

 

Konträr wurde ein skeptischer Standpunkt diskutiert, ob die Arbeiterklasse aufgrund der ganzen Beeinflussung durch das gesellschaftliche System der kleinbürgerlichen Denkweise dazu in die Lage kommen kann.